Speisesalz - Arten und Gewinnung

Wenn wir von Salz reden, meinen wir in der Regel das in der Küche gebräuchliche Speisesalz. Doch Salz ist nicht gleich Salz.


Speisesalz, umgangssprachlich auch einfach Salz genannt, ist das Salz das in der Küche für die menschliche Ernährung eingesetzt wird. Es setzt sich chemisch hauptsächlich aus Natrium Chlorid zusammen. Je nach Aufbereitung, Ursprungsort und Herstellung gibt es unterschiedliche Speisesalzarten. Das im Handel meist verkaufte Speise- oder Tafelsalz ist gereinigtes raffiniertes Salz, das teilweise mit diversen Zusatzstoffen versetzt ist.

Speisesalz mit Spurenelementen soll gegen Mangel an Spurenelementen helfen
Einerseits sollen die Zusatzstoffe die Rieselfähigkeit des Tafelsalzes verbessern und erhalten, andererseits werden dem Salz diverse Spurenelemente beigesetzt, um die Versorgung der Bevölkerung mit eben diesen Spurenelementen zu verbessern. Diese Methode der breit flächigen Versorgung mit Spurenelementen ist allerdings nicht ganz unumstritten.
Besonders bekannt als Zusatzstoffe sind Natriumiodat und Kaliumiodat zur Herstellung von Jodsalz, um Jodmangel vorzubeugen. Um Karies vorzubeugen gibt es auch Tafelsalz das mit Fluorid versetzt ist. Weniger bekannt ist, dass es auch Salz gibt das mit Folsäure versetzt wird. Dieses Salz ist eher gelblich in der Färbung und sollte der Speise erst nach dem Kochen zugegeben werden, denn Folsäure ist nicht hitzebeständig. Speisesalz wird auch als Gewürzsalz verwendet.
Es gibt die unterschiedlichsten Geschmacksstoffe, die dem Salz zugegeben werden,
von getrockneten Kräutern über Pfeffer, Zitronenschale bis hin zu Knoblauch und vielem anderem mehr.

Zwei Arten der Gewinnung
Das meiste in Deutschland verkaufte Tafelsalz kommt aus Salzbergwerken und wird dort abgebaut und raffiniert. Nach dem Abbau wird es in Salinen durch Verdunsten oder Verdampfen von Verunreinigungen befreit. Salinen nennt man die Anlagen zur Salzgewinnung.
Auch das als Ursalz bekannte Salz aus dem Himalaya ist ein Steinsalz.

Meerwassersalinen
Das Meer hat dort einen hohen Salzgehalt und die Küsten müssen über flache Ufer verfügen, um dort die Salzgärten anlegen zu können. Das Meerwasser wird in die Salinen eingeleitet und die Sonne verdunstet dann das Wasser. Zurück bleibt das Meersalz.
Im Gegensatz zu dem im Bergbau gewonnenen raffinierten Speisesalz hat unbehandeltes Meersalz noch einen Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 5 % Wasser.