Spendenbrief aufsetzen- so wird's ein Erfolg

Weniger erfolgreich verlaufene Spendenaufrufe haben vermutlich nur aus einem Grund zu wenig Einnahmen geführt: qualitativ schlechte Spendenbriefe.


Um zu verhindern, dass der Spendenbrief vom Leser keinerlei Beachtung findet und womöglich sofort in den Mülleimer wandert, hier einige Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Spendenaktion. Die Empfänger des Briefes wägen den persönlichen Nutzen innerhalb von nur zwei Sekunden ab, daher ist es wichtig, dass schon die ersten Sätze anziehend auf den Leser wirken. Wirkt bereits der erste Satz nicht anziehend, kann es passieren, dass dieser den Brief gar nicht erst zuende liest. Als nächstes muss der Leser so in das Thema einbezogen werden, dass dieses zu seinem eigenen Thema wird. Danach sollte der eigentliche Wunsch an den potentiellen Spender formuliert werden und die möglichen Handlungen, mit denen er die erbetene Hilfe ermöglichen kann.

AIDA-Prinzip
Diese Schritte bezeichnet man als AIDA-Prinzip 1. Attraction (Anziehung), 2. Interest (Interesse), 3. Desire (Wunsch) und 4. Action (Handlung). Um diesem Prinzip zu folgen, sollte also schon im Betreff des Spendenbriefes dafür gesorgt werden, dass der Leser diesen nicht gleich wegwirft. Eine gelungene Betreffzeile lautet zum Beispiel: „Wie Sie mit wenig Aufwand viel bewegen können...“ So wird der Leser neugierig gemacht und seine Motivation zum weiterlesen wird angeregt. Ist dies gelungen, muss für den Leser sofort sein persönlicher Nutzen ersichtlich werden. Sieht der Potentielle Spender keinen Vorteil für sich, erhöht sich die Wegwerfgefahr drastisch. Bei der Formulierung ist ausserdem die Anrede zu beachten. Der Spendenbrief sollte so persönlich wie möglich formuliert werden, daher ist die namentliche Anrede unabdingbar. Aber Achtung: falsch geschriebene Namen hinterlassen einen sehr schlechten Eindruck! Des Weiteren ist es wichtig, Gefühle, wie zum Beispiel Glück, Liebe oder Trauer in den Brief einzubauen und den Spendenbrief positiv zu formulieren. Daher sollten keine negativen Ausdrücke wie „kein“ oder „nicht“ verwendet werden.

Der Trick: Aus Sicht des Lesers schreiben
Um dem potentiellen Spender das Gefühl zu geben, dass nur seine eigenen Bedürfnisse berücksichtigt werden, muss der Spendenbrief immer aus der Perspektive des Lesers geschrieben werden. Es sollte ausserdem bildlich und anschaulich geschrieben werden – Metaphern sind also unbedingt erlaubt! Hilfsverben wie „können“, „sollen“ oder „müssen“ sind in einem solchen Brief stets zu vermeiden. Werden all diese kleinen Hinweise berücksichtig, steht einer erfolgreichen Spendenaktion nichts mehr im Wege.