Spiegelheizung: Vor- und Nachteile

Eine Spiegelheizung im Badezimmer dient nicht nur als clever verstaute Heizung und Wärmequelle, sondern sieht dabei auch noch recht schick aus.


Oft ist nach dem Warmwassergebrauch im Bad, nach Duschen, Baden, Waschen der Spiegel durch den Wasserdampf beschlagen, hier kann eine Spiegelheizung Abhilfe schaffen. Durch die selbst erzeugte Wärme kann der Spiegel nicht beschlagen. Die Heizung ist für den privaten und gewerblichen Gebrauch geeignet. Eine solche Heizquelle kann überall zum Einsatz kommen, in der Wohnung, im Altbau, im Neubau, im Ferienhaus, im Fitnessraum, im Büro, in der Praxis, im Friseursalon oder im Restaurant. Es gibt sie als Komplettspiegelheizung oder als nachrüstbare Heizfolie.

Rahmenbedingungen
Der Betrieb einer Spiegelheizung ist sehr einfach. Sie strahlt die Wärme unmittelbar auf die Person und auf den Bereich vor dem Spiegel. Hier ist es dann auch angenehm warm. Je nach Leistung beträgt der direkte Wärmebereich nur zwei bis drei Meter. In der weiteren Umgebung wird die Raumtemperatur unterschritten. Wie viel Heizvolumen erreicht wird, richtet sich auch mit nach dem Zustand des Gebäudes. Man sollte mit 25 bis 30 Watt je Quadratmeter rechnen. Nicht immer wird eine Spiegelheizung allein eine vollständige Raumheizung ersetzen. Je nach Modell kann eine Betriebstemperatur um die 60 Grad Celsius erreicht werden. Die Heizung ist in wenigen Minuten aufgeheizt und kann auch mit einem Handtuchtrockner kombiniert werden. Der Stromverbrauch richtet sich nach der Dauer des Betriebes. Mit einer Zeitschaltuhr oder einem Thermostat lässt sich die Betriebnahme leicht regulieren.

Das Komplettset
Die Heizung ist jederzeit nachrüstbar und mit jedem bestehenden Heizsystem kombinierbar. Über dem Waschbecken kann sie in variabler Höhe angebracht werden. Der Spiegel muss mit einem Wandabstand von mehr als fünf Zentimeter aufgehängt werden. Da keine Luftverwirbelungen entstehen, gibt es auch keine Staubaufwirbelungen. Dadurch schafft diese Heizung ein gesundes Raumklima. Heizspiegel sind vorsichtig zu behandeln. Nicht alle Reinigungsmittel dürfen für den Spiegel benutzt werden. Er kann auch mit an den Beleuchtungsstromkreis angeschlossen werden. Jedoch muss er zum Reinigen auf Zimmertemperatur abkühlen, was bei Gleichschaltung mit dem Licht nicht immer gewährleistet sein wird. Die Spiegelheizung ist platzsparend, dekorativ und in verschiedenen Größen erhältlich, sie kann sogar nach individuellen Wünschen angefertigt werden, etwa mit Gravur. Sie sind in modernen Designs mit und ohne Rahmen erhältlich. Der Spiegel lässt sich auch in anderen Bereichen der Wohnung einsetzen. Einige Modelle sind auch mit entsprechendem Zubehör als Standheizung zu verwenden. Zwar ist die Heizung damit mobil einsetzbar, am Ort wo Wärme benötigt wird, kann aber auch im Weg stehen. Allerdings kann sie auch bei einem Umzug leicht mitgenommen werden.

Die nachrüstbare Spiegelheizung
Die Heizfolie kann an der Spiegelrückseite oder an der Wand befestigt werden. Die Folie darf nicht beschädigt werden, zum Beispiel durch Schnitte. Weiter darf sie nicht bis direkt an den Spiegelrand geklebt werden. Es muss immer ein Abstand von zwei bis fünf Zentimeter eingehalten werden. Die Heizfolie sorgt nur dafür, dass der Spiegel nicht beschlägt. Sie heizt sich nur auf 30 Grad Celsius auf, hat damit keine Raumheizwirkung. Über ein Anschlusskabel kann sie angeschlossen werden und wenn sie mit an dem Lichtschalter für das Badelicht oder Spiegellicht angeschlossen wird, heizt sie sich immer gleich mit auf. Was den Nachteil hat, dass sie auch Strom verbraucht, wenn die "Antibeschlag-Funktion" nicht gebraucht wird. Beachten Sie auf jeden Fall die Bedienungsanleitung der Spiegelheizung des jeweiligen Herstellers.