Spiele für Demente - Ideen und Anregungen

Wer unter Demenz leidet, hat Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis. Spiele für Demente fördern spielerisch das Denkvermögen der Kranken.


Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns. Die häufigste Demenzkrankheit ist Alzheimer. Bei den Betroffenen ist besonders das Kurzzeitgedächtnis eingeschränkt. Die sozialen und emotionalen Fähigkeiten der Demenzkranken sind reduziert. Spiele für Demente bieten den Kranken die Möglichkeit, ihre vorhandenen geistigen Fähigkeiten zu fördern. Gut geeignet für Demenzkranke sind Spiele, die sie noch von früher kennen. Dabei können die Spielregeln, je nach Stadium der Krankheit, vereinfacht werden. Spiele, bei denen räumliches Vorstellungsvermögen gefordert ist, wie zum Beispiel Puzzles, sind für Demenzkranke nicht geeignet.

Memory oder „Ich packe meinen Koffer“ trainieren das Kurzzeitgedächtnis
Die Kranken können mit entsprechenden Spielen gut gefördert werden. Geeignet sind dafür alle Spiele, bei denen das Kurzzeitgedächtnis gebraucht wird, wie „Ich packe meinen Koffer“, „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder „Memory“. Beim „Memory“ eignen sich besonders Spiele für kleinere Kinder mit großen Karten. Es können auch einige Kartenpaare zurückbehalten werden, damit es für die Kranken einfacher ist.

Klassiker wie „Mau-Mau“ oder „Mensch ärgere dich nicht“ machen den Kranken Spaß
Beliebt bei den Kranken sind auch Klassiker wie Brett- und Kartenspiele. Bei „Mau-Mau“ kann man die Spielregeln vereinfachen. Bei Brettspielen empfehlen sich große Würfel und große Spielfiguren. Es gibt Firmen, die Spiele speziell für Demenzkranke beziehungsweise psychisch Kranke herstellen. Die Spielfelder sind dabei einfach gehalten, das Spielzubehör ist entsprechend groß. So eine Anschaffung lohnt sich insbesondere für größere Einrichtungen wie Altenheime.

Viele Spiele für Demente kann man selbst machen
Aber es muss nicht immer eine teure Investition sein, um Demenzkranke sinnvoll zu beschäftigen. Wer kreativ ist, kann einfache Spiele für Demente selbst herstellen. Zum Beispiel kann man verschiedene Gegenstände in einen beklebten Schuhkarton füllen, die die Kranken mit geschlossenen Augen ertasten müssen und dabei raten, um welchen Gegenstand es sich handelt. Geeignet sind etwa Tannenzapfen, Watte, Murmeln und Ähnliches. Anregend ist es auch, auf Kärtchen den Anfang eines Sprichwortes zu schreiben, zum Beispiel „Wer anderen eine Grube gräbt...“ Die Demenzkranken müssen das Sprichwort dann vervollständigen und haben meistens viel Spaß dabei.
Schön sind Erinnerungskisten, weil sie das Langzeitgedächtnis aktivieren und die Kranken zum Erzählen anregen. In diese Kisten werden Gegenstände gefüllt, die in der Biographie der Kranken eine wichtige Rolle spielten, wie etwa der erste Schuh, der Ehering, eine Taschenuhr. Sehr beliebte Spiele für Demente sind auch Sing- und Tanzspiele. Die meisten Kranken lieben es, alte Volkslieder zu singen. Es ist erstaunlich, wie viele von ihnen die Texte noch wissen. Bewegungs- und Tanzspiele halten nicht nur fit, sondern machen den Kranken auch richtig viel Spaß.