Spielverderber - eine Filmkritik

„Spielverderber“ ist ein Film über Fußball-Schiedsrichter von der Champions League bis zur Kreisklasse.


Der Film „Spielverderber“ von Yves Hinant und Jean Libon wurd vom WDR veröffentlicht. Ein Fußballfilm der etwas anderen Art ist entstanden und zwar mit dem Schiedsrichter im Mittelpunkt. Die Rolle der beiden gegnerischen Mannschaften steht hierbei im Hintergrund. Diese hochinteressante Dokumentation zeigt mehrere Schiedsrichter in ihrer Fußballzeit zwischen Champions Leage und Kreisklasse und offenbart Momente, in denen es die Schiedsrichter schwer haben in ihrem oftmals sehr einsamen Job. Die Hauptfrage, die sich der Regisseur Georg Nonnenmacher und Henning Drechler stellten ist, wie sich ein Mensch freiwillig in eine solche zwiegespaltene Situation wie der Schiedsrichterei begeben kann. Welcher Mensch begibt sich aus freien Willen in eine Schlacht als Einzelkämpfer?

Keine leichte Aufgabe der Schiris
Der Schiedsrichter muss fair und unparteisch sein, darf seine eigene Meinung nicht vertreten sondern immer nur Regeln befolgen. Die Sicht des Schiedsrichters über ein Fußballspiel ist deswegen so interessant, da dieser meistens nur im Hintergrung bleibt. Den Zuschauern fällt er während des Spiels nie richtig auf und wenn dann hauptsächlich wenn er einen Fehler begangen hat. Und dann steht er als Buhmann, sogar als Spielverderber da, der von allen Seiten angebrüllt wird. Im wahrsten Sinne des Wortes verdirbt er ja sozusagen einer Mannschaft und deren Fans das Spiel.
Wie wappnen sich Schiedsrichter vor solchen Situationen, die als Einzelner kaum ertragbar zu sein scheinen? Der Film zeigt verschiedene Momente vor, während und nach einem Spiel. Die Dokmentation dringt in die Gefühlswelt der Schiedsrichter ein, der Zuschauer sieht die unangenehmen Situationen eines Schiedsrichterjobs, aber auch die glücklichen. Der außenstehende Betrachter lernt, dass ein Spiel für den Schiedsrichter gut aber auch schlecht verlaufen kann. Denn: es gibt Niederlage als auch Sieg auch für den Schiedsrichter.

„Spielverderber“ muss man gesehen haben
Es lohnt sich wirklich diesen Film gesehen zu haben. Es ist sehr interessant einmal ein Fußballspiel aus dieser etwas anderen Perspektive zu betrachten und sich in die Lage des Schiedsrichters zu versetzen, der oftmals in sehr heikle Situationen gelangt, vorallem wenn er als Spielverderber im Mittelpunkt steht. Also Fußballfans, kauft euch die DVD und macht euch einen schönen Abend mit diesem Fußballfilm der etwas anderen Art!