Spinnenfänger: Löst das Insektenproblem

Phobiker können aufatmen: Neue Modelle fangen Spinnen auf humane Basis.


Verschiedene Phobien quälen jeden zweiten Bundesbürger. Die Arachnophobie ist am weitesten verbreitet, bekannter als „Angst vor Spinnen“, gilt als typisch weibliches Phänomen. Hausspinnen sowie ihre Vertreter in Garten und Feld, alle achtbeinigen Lebewesen gelten als Auslöser, obwohl sie meistens ungefährlich sind. Nur wenige Arten können tatsächlich beim Biss die Haut eines Menschen durchdringen, falls sie nicht längst vorher geflohen sind. Und lebensgefährliche Folgen sind bei Bienen und Wespen für Allergiker viel mehr zu befürchten. Trotzdem neigt man dazu, beim Anblick einer Spinne sich einen perfekten Spinnenfänger zu wünschen, der dieses Objekt umgehend beseitigt.

Spinne – Nutztier oder Schädling?

  • Im Haus trifft man meist die typisch europäischen Webspinnen an, die oft als Hausspinnen bezeichnet werden. Sie sind für den Menschen unschädlich und leben von kleineren Insekten, die sie in ihren Netzen fangen. Alles in allem kein Grund zur Panik, doch als Mitbewohner werden sie allgemein nicht geduldet, obwohl lediglich Allergiker Grund zur Sorge hätten.
  • Wer nicht den Mut besitzt, sie mit einem Glas einzufangen, war in der Vergangenheit auf den Staubsauger angewiesen. Mit dem Spinnenfänger ist dieses Problem gelöst. Auf dem Markt sind inzwischen verschiedene Modelle verbreitet.

Spinnenfänger, vielfältig in Funktion und Aussehen

  • Als klassisches Instrument galt bis heute der Staubsauger. Allerdings überleben nur wenige Tiere diese Methode, der Rest erstickt qualvoll im Staubbeutel. Der Spinnensauger erledigt das humaner. Die Spinne wird von einem Gerät ähnlich einem Fön vorsichtig in ein durchsichtiges Plastikrohr eingesaugt und unbehelligt ins Freie gesetzt. Ein weiteres Modell ist der Spinnenfänger mit Borsten.
  • Optisch einer Spülbürste mit überlangen Borsten verwandt, lassen sich diese auf Knopfdruck spreizen, über die Spinne stülpen und wieder zusammendrücken. Die vielzähligen weichen Borsten klemmen das Insekt unverletzt ein und geben es auf Knopfdruck ebenfalls frei. Ein weiterer Spinnenfänger wirkt eine geschlossene Schaufel, deren Boden leicht zu öffnen ist. Mit geöffnetem Boden lassen sich die Krabbeltiere sanft einfangen.
  • Kleine Pipetten mit Unterdruckprinzip wirken ebenfalls als Spinnensauger. All diese Modelle täuschen aber über eins nicht hinweg. Die Notwendigkeit, Spinnen aus dem Lebensbereich zu befördern, entspringt nicht der Notwendigkeit. Deswegen sollte bei der Auswahl eines Spinnenfängers Wert darauf gelegt werden, das Tier unbeschädigt in die Freiheit zu setzen!