Spinning: Über Berg und Tal im Fitnessstudio

Beim Spinning trainiert man auf einem Standrad seine Ausdauer und verbrennt nebenbei eine Menge Kalorien.


Hinter dem Begriff Spinning verbirgt sich einfach das Radfahren auf einem Standrad. Spinning wurde vom Radrennfahrer Jonathan Goldblum entwickelt, der auch das spezielle Standfahrrad erfunden hat. Den Begriff hat der geschäftstüchtige Goldblum sich schützen lassen.
Durch eine mindestens 15 Kilo schwere Schwungscheibe entsteht das Gefühl, man würde draußen Fahrradfahren. So können nämlich Berg- und Talfahrten simuliert werden.

Jeder darf aufs Rad!
Gerade im Winter ist das Spinning eine tolle Alternative zum Radeln in der freien Natur, schließlich kann man unabhängig vom Wetter auf das Rad steigen. Prinzipiell kann jeder beim Spinning mitmachen, auch für Menschen mit Gelenkproblemen oder mit Übergewicht ist Spinning angemessen – der Sattel federt die extra Kilogramm optimal ab, sodass man seine Gelenke schont.

Den richtigen Kurs finden
Spinning wird in Kursen im Fitnessstudio angeboten, zum Beispiel gibt es Anfängerkurse aber auch spezielle Fettverbrennungskurse. In einer Spinningstunde können etwa 500 Kalorien verbraucht werden, bei Männern sind es meist sogar über 600 Kilokalorien.
Gerade in Gruppenkursen überschätzt man sich jedoch schnell – durch die Musik, den motivierten Trainer oder die Gruppendynamik kann es schnell passieren, dass man sich verausgabt. Deshalb sollte man immer mit Pulsuhr trainieren. Der optimale Trainingspuls lässt sich leicht errechnen. Bei Männern zieht man von der Zahl das eigene Alter ab, bei Frauen nimmt man als Ausgangszahl 230 und subtrahiert dann das Alter. Wird das Training zu anstrengend, kann man am Spinningrad die Intensität einfach reduzieren.
Wer beim Fahren sitzt, trainiert die Muskulatur der Beine und des Pos, im Stehen legt man das gesamte Körpergewicht in die Pedale. Mit Spinning trainiert man optimal seine Ausdauer.

Eine typische Spinningstunde
Ob für blutige Anfänger oder professionelle Radrennfahrer: Der Aufbau der Spinningstunde ist im Prinzip gleich. Die ersten fünf bis zehn Minuten verbringt man damit, sich aufzuwärmen, dann beginnt man gleichmäßig und schnell zu fahren. Die Trittfrequenz wird durch den Trainer oder einfach durch die Musik vorgegeben. Dazwischen gibt es Belastungsblöcke, die ungefähr fünf Minuten lang sind, danach wird den Fahrern eine etwa zweiminütige Erholung gegönnt, in der man langsam fährt und etwas trinken kann. Die Stunde endet mit einer Abwärmphase. Zwischendrin werden Dehn- und Lockerungsübungen gemacht.
Denken Sie daran, genügend Wasser zu trinken – Spinning ist sehr anstrengend. Denken Sie außerdem über die Anschaffung einer gepolsterten Radhose nach – so sitzen Sie viel bequemer auf dem harten Sattel.