Spinnmilbe bekämpfen - So geht’s

Spinnmilben bevorzugen die Blattunterseiten an vielen Zimmerpflanzen. Ihre Gespinste sind leicht zu erkennen. Einige Hausmittel unterstützen den Kampf gegen diesen Schädling.


Der am meisten verbreitete Schädling, der Zimmerpflanzen befällt, ist die Gemeine Spinnmilbe. Sie gehört biologisch zu den Spinnentieren und hat daher auch vier Beinpaare. Ihre Mundwerkzeuge sind zu Stechborsten umgewandelt. Damit saugen sie von der Blattunterseite die Blattadern an. Das geschädigte Blatt wirkt am Anfang leicht silbrig, da der Zellsaft entzogen wurde. Bei andauernder Schädigung wird das Blatt graubraun und trocknet ein. Mit bloßem Auge ist der Schädling kaum zu sehen, denn er wird nur rund 0,5 Millimeter groß. Das Erkennungszeichen sind die Gespinste der Tiere, in denen sich auch die Larven aufhalten.

Wo und wann tritt sie auf?
Da die Spinnmilbe die trockene und warme Luft liebt, tritt sie auch bevorzeugt in der Zeit der Heizperiode auf. Besonders oft findet man den Schädling an folgenden Pflanzen: Zierspargel, Gummibaum, Grünlilie, Palmen oder Efeu. Selbst an Kakteen ist die Gemeine Spinnmilbe des Öfteren zu finden. Unternimmt man jetzt nichts gegen diesen Schädling, dann greift er auf andere gesunde Pflanzen über. Letztendlich werden alle befallenen Pflanzen eingehen. Natürlich findet man die Schädlinge auch an Kulturpflanzen im heimischen Garten. Hier sind in allererster Linie Bohnen, Erbsen, Gurken, Kartoffeln und Trauben zu nennen. Sie greifen aber auch Hartholzbäume wie zum Beispiel den Apfelbaum an. Weltweit sind die Kulturen von Baumwolle und Soja extrem durch den Schädling gefährdet.

Wie erkennt man die Spinnmilbe und wie kann man sie bekämpfen?
Die Spinnmilbe benötigt für ihr Überleben eine geringe Luftfeuchtigkeit. Wenn man also nicht gleich mit der Chemiebombe gegen das Ungeziefer vorgehen möchte, dann hilft folgender Trick: Die von dem Schädling betroffene Pflanze wird gewässert. Danach stülpt man eine Plastiktüte über die Pflanze samt Topf. Im Beutel entsteht nun eine Art feuchtes Kleinklima, das den Schädling auf Dauer abtötet. Natürlich kann man auch ein Spezialmittel im Fachhandel gegen das Ungeziefer kaufen. Es handelt sich hierbei um Akarizide. Bei hartblätterigen Pflanzen, wie zum Beispiel dem Gummibaum, können die Blätter auch mit Rapsöl oder Weißöl eingerieben werden. Möchte man dagegen biologisch gegen die Spinnmilbe vorgehen, reicht es, wenn man vereinzelt einige Raubmilben, Blumenwanzen oder den schwarzen Kugelmarienkäfer in die Pflanzen setzt. Diese natürlichen Schädlinge bekommt man im Gartenfachhandel. Vorbeugen kann man der Spinnmilbe, wenn man eine Überdüngung der Pflanzen vermeidet. Gelegentliches Einsprühen der Pflanzen mit Brennessel- oder Knoblauchtee unterstützt die vorbeugende Wirkung auf jeden Fall.