Spiraldynamik: Konzept und Übungen

Die Spiraldynamik als eine dreidimensionale Gebrauchsanweisung für Bewegungen und Übungen eines gesunden menschlichen Körpers


Das Konzept der Spiraldynamik wurde von dem Arzt Dr. Christian Larsen in Zusammenarbeit mit anderem Experten aus den Gebieten Medizin, Physiotherapie, Sport, Tanz und Yoga entwickelt und wird vorwiegend in der Rehabilitation und der Prävention angewandt. Hierbei steht das Gesamtverständnis des menschlichen Bewegungsapparates im Vordergrund, welches durch dieses Therapiekonzept gesunde Bewegungen erklärbar, erfassbar und für den Patienten lehrbar macht. Demnach soll der Mensch durch verschiedene Übungen der Spiraldynamik und der richtigen Drehung der jeweiligen Körperteile seine Bewegungen optimieren, Muskeln und Gelenke gleichmäßig belasten und damit einer Überlastung vorbeugen.

Das Prinzip des Bewegungs- und Therapiekonzeptes
Das Prinzip der Spiraldynamik stützt sich vor allem auf die dreidimensionale Verschraubung unserer Körperteile. Diese können sich demnach in einem bestimmten Winkel in alle Richtungen drehen und damit Muskeln dehnen und Versteifungen vorbeugen. Das bedeutet, dass sich der menschliche Körper von Natur aus spiralförmig und somit rotierend bewegt wie es beispielsweise bei der Wirbelsäule ersichtlich ist. Ist dies nicht der Fall, werden Regionen unseres Körpers nicht gefördert uns können ihre jeweilige Aufgabe nur noch teilweise, nicht mehr, oder nur noch unter Schmerzen erfüllen. Bewegungen können also nur noch starr und kaum noch fließend durchgeführt werden, da Muskeln und Sehnen an Elastizität verloren haben. Mit den richtigen Bewegungsabläufen soll dem jedoch vorgebeugt werden.

Übungen der Spiraldynamik
Um den Körper optimal bewegen und nutzen zu können ist der erste Schritt zunächst ihn bewusst wahrzunehmen. Erst dann können einzelne Übungen in den Alltag integriert und damit Bewegungsabläufe optimiert werden. Eine der effektivsten Übungen der Spiraldynamik beim Sitzen ist beispielsweise die immer wieder verändernde Sitzposition, damit verschiedene Muskelpartien belastet und nicht immer gleiche genutzt werden. Hierfür kann ein Gymnastikball sehr hilfreich sein, da hier sowohl hüpfende als auch kreisende Bewegungen mit dem Becken und dem ganzen Körper durchgeführt werden können und nie stillgesessen werden kann. Um die Oberkörpermuskulatur zu dehnen können in einer Übung der Spiraldynamik die Arme nach oben gestreckt und die Hände verschränkt werden. Nun werden die Handflächen nach außen gedreht und 15 Sekunden gehalten. Dies kann mehrmals am Tag schnell und einfach wiederholt werden und ist demnach mit keinem großen Aufwand verbunden.

Auch die folgende Übung ist leicht umsetzbar.
Vorerst sollte man eine korrekte Kopfhaltung einnehmen und tief ein- und ausatmen. Hierfür wird die Nase leicht nach unten gehalten und der Rücken zwischen Nacken und Kreuzbein gerade ausgerichtet. Jetzt werden die Hände über Kreuz auf die Schultern gelegt, der Blick geradeaus gehalten und der Kopf gerade nach hinten gezogen. Hierbei kann man den Kopf mit einer Schublade vergleichen die auf und wieder zu geschoben wird. Die Positionen werden für 15 Sekunden gehalten und nach einer Lockerung wiederholt. Da besonders die Füße in unserem Alltag großen Belastungen ausgesetzt sind, gibt es auch hierfür zahlreiche einfache Maßnahmen um Muskeln, Sehnen und Gelenke gleichmäßig zu belasten. Schon allein der Versuch mit dem Fuß oder den Zehen ein Bild auf dem Boden zu Malen oder etwas zu schreiben erfordert viel Geschick und Sensibilität und verfolgt dennoch einen großen Zweck. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, kann als Ausgangsposition auch im Schneidersitz gesessen werden, damit die Beine unter stärkerer Belastung angehoben werden müssen, um den Stift in die richtige Position zu bringen. Diese Übungen helfen bei der Entwicklung eines neuen Körpergefühls und dessen Verständnis, fördern die Bewegungsintelligenz, können die Körperhaltung verbessern und demnach Abnutzungserscheinungen von Gelenken usw. vorbeugen und gleichzeitig die körperliche Leistungs- und Ausdrucksfähigkeit steigern, sodass die vier Eckpunkte der Spiraldynamik, Ausdauer, Flexibilität, Effizienz und Koordination bewusst umgesetzt werden.