Spirituskocher - Systeme und Anwendungstipps

Spirituskocher sind beliebte Kocher, die besonders bei Outdoor-Aktivitäten und hauptsächlich beim Campingurlaub gebraucht werden. Lesen Sie hier, welche Unterschiede es gibt und wie man die Kocher anwendet.


Spirituskocher verwenden als Brennstoff Ethanol, auch Spiritus genannt. Spiritus hat nur etwa die Hälfte des Heizwertes von Benzin. Sie sind sehr sicher, jedoch müssen bestimmte Handhabungen bei Gebrauch beachtet werden. Spiritus kann man überall kaufen, und in absoluten Notfällen hilft auch Schnaps als Brennstoff. Benzin darf in dieser Art Brenner jedoch nicht gebraucht werden, da die größere Hitze den Kocher zerstören würde und auch eine große Verbrennungsgefahr besteht.

Drei verschiedene Arten Spirituskocher

  • Vom Grund her bestehen die Kocher aus einem Brenner und einem Gestell, worauf man einen Topf oder eine Pfanne zum Kochen abstellen kann. Die einfachsten Brenner sind Rechauds, die eigentlich nur zum Zwecke des Warmhaltens von Speisen dienen. Diese findet man hauptsächlich bei großen Buffets unter den Platten und Gefäßen für Suppen, Soßen, Fleisch oder Gemüse. Die Energie dieser Rechauds ist so gering, dass nichts anbrennen kann. 
  • Als erster richtiger mit Spiritus betriebener Kocher, der auch am weitesten verbreitet ist, ist der Trangia-Kocher zu nennen. Er besteht aus einem Windschutz und einem Brenner. Seine Bauart gleicht dem des Rechauds, er hat aber einen Außenzylinder, der an der Oberseite kleine Löcher hat, die als Düsen wirken. Nach einer gewissen Brennzeit tritt der Brennstoff gasförmig aus den Düsen aus und hat so eine bessere Verbrennung und Wirkung. 
  • Der dritte Vertreter dieser Gattung ist der Spiritusvergaser. Hier muss der Kocher aber vor dem richtigen Gebrauch vorgeheizt werden, damit er seiner eigentlichen Bestimmung nachgehen kann. Vom Aussehen her erinnert der Spiritusvergaser an einen Gaskocher. Sein Brennstofftank liegt außerhalb des Kochers, sodass seine Brenndauer viel größer ist. 

Wichtige Tipps für den Gebrauch

  • Wer sich für den Gebrauch eines solchen Kochers entscheidet, sollte wissen, dass bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt der Spiritus vorgewärmt werden muss. Falls bei der Verbrennung zu viel Ruß entsteht, können etwa 10 Prozent der Füllmenge des Kochers mit Wasser aufgefüllt werden. 
  • Das Rußen hört zwar auf, die Heizleistung wird aber auch geringer. Spirituskocher brauchen eben ihre Zeit, bis das Essen fertig ist, aber man bereitet ja auch kein Menü zu. Außerdem sind sie absolut sicher.