Wer sich für den Sport Leistungskurs entscheidet, sollte gesundheitlich fit sein und die Bereitschaft mitbringen, sich körperlich anzustrengen. Trainiert wird eine Reihe von Sportarten, die verschiedenen Bewegungsfeldern (zum Beispiel Laufen oder Bewegung im Wasser) zugeordnet werden. In manchen Disziplinen kommt es dabei mehr auf Ausdauer an, in anderen sind eher die koordinativen Fähigkeiten gefragt. Neben dem praktischen Teil findet sich im Curriculum auch die Sporttheorie, die zu 50 Prozent in die Prüfungsnote mit einfließt. In Abhängigkeit von dem Bundesland, im dem das Abitur abgelegt wird, können sich die Anforderungen an den Leistungskurs unterscheiden. Die folgenden Inhalte beziehen sich auf die Abituranforderungen in Nordrhein-Westfalen.
Theoretische Inhalte
Einen inhaltlichen Schwerpunkt im Sport Leistungskurs bildet die Bewegungslehre. Wie entsteht Bewegung? Welche Modelle gibt es dafür? Wie können Bewegungen analysiert und gelernt werden? Weitere Bausteine beschäftigen sich mit den Themen Aggression im Sport (auf Seiten der Spieler und der Zuschauer), Gesundheit und Sport, Doping sowie dem Sport als Wirtschaftsfaktor. Das theoretische Wissen wird in Form von Klausuren abgefragt.
Sportpraxis: Bewegungsfelder und Sportarten
Im praktischen Teil des Sport Leistungskurses werden die einzelnen Sportarten und Übungen acht Bewegungsfeldern zugeordnet. Im Ausdauerbereich stehen 5000 Meter Laufen und 800 Meter Schwimmen auf dem Programm. Im Bereich der Spiele (zum Beispiel Volleyball oder Basketball) wird sowohl die Wettkampfform des Spiels als auch ein isolierter Spielzug geprüft. Bei den Bewegungen an und mit Geräten wie auch den gymnastischen und tänzerischen Bewegungen kommt es vor allem auf Körperkoordination an. Übungen am Barren, Reck, den Ringen oder Bodenturnübungen mit Ball und Reifen werden nach Schwierigkeitsgrad und Art der Ausführung benotet. Für die Schwimmnote müssen verschiedene Distanzen in unterschiedlichen Schwimmstilen absolviert werden. In der Gruppe „Mit oder gegen Partner kämpfen“ finden sich Sportarten wie Badminton, Tennis oder Judo, die nach Punkten und Stil gewertet werden können. Skifahren oder Inline-Skating gehören zum Bewegungsfeld „Fahren, gleiten, rollen“. Prüfungsinhalte sind hier beispielsweise Schnelligkeit oder der sichere Umgang mit dem Sportgerät. Zum Sport Leistungskurs gehören selbstverständlich auch die Disziplinen Laufen, Springen und Werfen. Die Noten lassen sich anhand der erreichten Weiten, Höhen oder gelaufenen Zeiten aus einer Tabelle ablesen. Für Jungen und Mädchen gelten dabei unterschiedliche Werte.