Sportfischerprüfung: Was Sie beachten müssen

Wer in Deutschland angeln will, muss im Besitz einer entsprechenden Erlaubnis in Form der Sportfischerprüfung sein und kann nicht einfach seine Rute ins Gewässer werfen.


Angeln, das geht in Deutschland nicht einfach so. Sie benötigen eine bestimmte Bescheinigung, die Sportfischerprüfung. Dies dient dem Schutz der Natur und der Entwicklung eines besseren Bewusstseins für unsere Umwelt.
Unnötige und schädliche Eingriffe in die Tier und Pflanzenwelt sollen so vermieden werden.
Sie, als angehender Angler, lernen aber nicht nur etwas über Natur und Biotop allein, sondern auch über die verschiedensten Fischarten.

Vorbereitung auf die Prüfung

Die Forderungen für diese Prüfung sind in jedem Bundesland unterschiedlich, sowie auch die Kosten und der Schwierigkeitsgrad. Eine Sportfischerprüfung kostet zumeist zwischen 90 und 120 Euro.
Um die Prüfung abzulegen müssen Sie zunächst einen Vorbereitungskurs besuchen. Diese Kurse sollten in jedem Anglerverein angeboten werden. Informieren Sie sich am besten bei dem Anglerverein ihres Kreises.
Der Lehrgang dauert in der Regel 30 Stunden. In den meisten Bundesländern besteht das zu lernende Wissen aus fünf Wissensgebieten: Allgemeine Fischkunde, spezielle Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde und Gesetzeskunde. Sie lernen etwas über die Art Fisch im Generellen, etwas über das Verhalten, die Fortpflanzung und Lebensbedingungen bestimmter Fischarten, etwas über den Lebensraum der Fische, die verschiedenen Angeln und das Zubehör, sowie auch über Gesetzeslage bezüglich des Angelns in Deutschland. Nach Beenden des Kurses machen Sie einen Abschlusstest, mit dem Sie, sofern Sie ihn bestehen an der offiziellen Prüfung für die Bescheinigung, dem Anglerschein, teilnehmen.

Absolvieren der Prüfung

Nach bestandener Abschlussprüfung geht es an die offizielle Sportfischerprüfung. Diese legen Sie bei der für Ihren Kreis zuständigen Fischereibehörde ab. Sie sollten Ihre Anmeldung zur Prüfung mindestens vier Wochen vor dem Prüfungstermin abgeben. Dafür müssen Sie einiges vorzeigen können.Sie benötigen die Bescheinigung den Vorbereitungskurs erfolgreich abgeschlossen zu haben und die Quittung über die Bezahlung der Prüfungsgebühr (diese beträgt 30 Euro, im oben genannten Preis inbegriffen). Sollten Sie noch minderjährig sein brauchen Sie zudem eine Eiverständniserklärung Ihrer Erziehungsberechtigten. Manche Fischereibehörden verlangen dazu auch noch ein polizeiliches Führungszeugnis.
Die Prüfung selbst besteht aus 60 Fragen, aus den fünf Wissensgebieten. Davon jeweils zwölf aus einem Fach. Bestanden haben Sie sofern Sie 45 Fragen korrekt beantwortet hat. Es müssen jedoch mindestens neun Fragen aus jedem Wissensfeld richtig beantwortet werden. So sollten Sie erfolgreich Ihre Sportfischerprüfung bestehen. Viel Erfolg!