Um der hohen Belastung standzuhalten, muss ein Sportrasen mehr gepflegt werden, als ein herkömmlicher Rasen. Eine regelmäßige Pflege senkt außerdem die Kosten und der Rasen lässt sich optimal bespielen. Nach der Aussaat sollte der Rasen in der ersten Wachstumsphase zwischen ein bis 14 Tagen auf eine Höhe von 40 Millimetern bei einer durchschnittlichen Wuchshöhe von 60 bis 90 Millimeter geschnitten werden. Bei gleicher Wuchshöhe kann der Rasen anschließend auf eine Höhe von 35 Millimeter geschnitten werden, je nach Wuchshöhe alle 14 Tage während der Vegetationsperiode. Außerhalb dieser Zeit ist es von der Wuchshöhe abhängig. Auf jeden Fall sollte das Mähgut entfernt werden, damit die Rasentragschicht nicht zu weich wird. Eine regelmäßige Kontrolle der Schneidmesser ist empfehlenswert.
Nährstoffversorgung
Jedes Jahr zum Winterende sollten Bodenproben vom Sportrasen genommen werden, um zu ermitteln, ob Düngemittel eingesetzt werden müssen. Bei einem niedrigen ph-Wert kann sofort Kalk verwendet werden. Weitere wichtige Werte sind K, N, P und der Salzgehalt. Eine Düngeempfehlung sollte von einer sachkundigen Stelle eingeholt werden, die auch die Bodenprobe auswertet. Hierfür werden kleinere Proben aus der Rasentragschicht von verschiedenen Bereichen entnommen, welche insgesamt einen Viertel Liter ergeben. Die Düngung sollte durchgeführt werden, wenn die Mangelsymptome festgestellt werden. Meistens wird im März oder April, dann im Frühsommer und zuletzt Ende August gedüngt, sodass insgesamt drei Düngegaben im Jahr erfolgen.
Wasserversorgung
Bei der Bewässerung sollte beim Sportrasen sowohl ein sparsamer Umgang mit Wasser, als auch eine gute Versorgung der Gräser zusammenpassen. Dabei sollte kurz vor dem Welkbeginn des Grases gewässert werden. Bestens eignen sich die frühen Morgenstunden, der späte Abend oder die Nacht. Die Häufigkeit hängt von der Bodenart, der Tageshöchsttemperatur, der Durchwurzelungstiefe und vom Pflanzenbestand ab.
Rasenfilz und Laub
Rasenfilz kann durch Löchern, Sanden, Schlitzen, Vertikulieren und eine Kombinationen daraus vermieden werden. Daher ist auch das Mähgut aufzunehmen. Ebenso verhält es sich mit Laub, welches ebenfalls entfernt werden sollte.
Nachsaat und Ausbesserungen
Eine Nachsaat kann in Frage kommen, wenn der Rasen an einigen Stellen stark abgenutzt oder beschädigt ist und die Narbendichte trotz Düngung nicht mehr für die Regeneration ausreicht. Es sollten jedoch keine Neuansaat-Zusammensetzungen sondern Regenerationsmischungen verwendet werden. Hier sollte der Rat eines Spezialisten eingeholt werden. Ausbesserungen, zum Beispiel im Torraum, können auf dem Sportrasen mit Fertigrasen, einer Nachsaat oder mit Scherrasen aus dem Randbereich durchgeführt werden.