Sportstunde gestalten: Anregungen

In der Sportstunde sollten die Kinder unter anderem vielfältige Wurferfahrungen sammeln, dabei macht ein Wurfzirkel Spaß und ist zugleich motivierend.


Traditionell beinhaltet jede Stundeneinheit eine Aufwärmphase, einen Hauptteil und einen Schlussteil. Zu Beginn jeder Sportstunde steht die Erwärmungsphase. Sie hat die Aufgabe, die Kinder psychisch und physisch auf den Sport einzustimmen. Das Kreislaufsystem soll angeregt und das Muskel-Gelenk-System aktiviert werden. Es folgt der Hauptteil, welcher den Stundenschwerpunkt bildet. Für den Schlussteil kann Gelerntes in verschiedenen Spiel- und Wettkampfformen angewendet werden oder es erfolgt ein kurzes Ausklangspiel.

Was müssen Sie bei der Stundengestaltung beachten?

Je jünger die Kinder sind, desto spielerischer muss eine Sportstunde gestaltet werden. Spiel-, Übungs- und Trainingsformen sollten auf die Fähigkeiten und Interessen der Kinder abgestimmt sein. Überforderung ist hier fehl am Platz. Deshalb ist es wichtig, dass die Trainingsintensität auf den Leistungsstand der Gruppe angepasst ist. Umso vielfältiger und neuartiger die Anforderungen sind, desto höher ist der Aufforderungscharakter und alle sind in Bewegung. Oberstes Ziel einer Sportstunde ist, die Freude an der Bewegung zu wecken.

Anregungen zum Werfen

Gerade das Werfen bereitet vielen Kindern enorme Schwierigkeiten. Vor allen Dingen die Mädchen sind oftmals nicht in der Lage, die korrekte Wurfbewegung auszuführen, was sich dann auch in der Wurfweite widerspiegelt. Dieses liegt oftmals daran, dass Wurfübungen in der Schule und im Verein viel zu kurz kommen. Es wird immer noch mehr Priorität aufs Laufen und Springen gelegt. Der Bewegungsablauf wird nur unzureichend erklärt und demonstriert. Es genügt nicht, die Kinder in einer Reihe aufzustellen, und auf ein Kommando hin die Bälle weit werfen zu lassen. Sie müssen vielseitige Übungen mit verschiedenen Wurfgeräten anbieten. Nur so kann eine Verbesserung der Wurfleistung erzielt werden.
Mit einem Wurfzirkel können Wurferfahrungen gesammelt werden. Hier kommt es noch nicht so sehr auf die Technik an. Der Feinschliff erfolgt erst im zweiten Schritt. Außerdem haben bis dahin die meisten Kinder gelernt, den Ball ganz automatisch mit der korrekten Wurfbewegung, zumindest aus dem Stand, zu werfen. Bei dem Wurfzirkel handelt es sich nicht um ein Zirkeltraining. Die Kinder gehen nicht an ihre Leistungsgrenze. Die Übungen sollten als Teamarbeit und spielerisch ausgeführt werden. Bauen sie etwa sechs bis acht Stationen in Ihrem Sportunterricht auf und lassen Sie die Kinder etwa fünf Minuten daran üben.