Sprachkenntnisse für das Studium

Für viele Studiengänge sind Sprachkenntnisse, die nicht unbedingt die eigene Muttersprache betreffen, gefordert.


Diverse Universitäten setzen vor Beginn eines Studiums Sprachkenntnisse voraus, die über den Horizont der eigenen Muttersprache hinausgehen. Das bedeutet im Regelfall, dass zumindest Englisch fließend gesprochen und auch verstanden werden sollte, da viele der ausgegebenen Lernmaterialien in englischer Sprache verfasst sind. Es gibt aber auch Studiengänge, wie beispielsweise Evangelische Theologie an der Universität Erlangen, die sogar ausreichende Sprachkenntnisse in Hebräisch, Griechisch und Latein voraussetzen. Häufig muss man über solche Kenntnisse bereits vor Beginn des Studiums, also als Zulassungsvoraussetzung, eine Prüfung ablegen und entsprechende Zeugnisse vorweisen können.

Homepages überprüfen
Haben Sie sich für Ihre Hochschule und Ihren Studiengang entschieden, sollten Sie sich im Folgenden auf deren Homepage vergewissern, welche Sprachkenntnisse gefordert werden, denn jede Universität verfolgt eigene Zulassungsbeschränkungen. Auch wenn die erforderten Sprachen vielleicht zu Beginn des Studiums von Ihnen nicht beherrscht werden, können Sie sich meist dennoch einschreiben, da solch mangelnde Sprachkenntnisse generell bis zur Zwischenprüfung nachgeholt werden können.

Deutsch als Fremdsprache
Natürlich sind an deutschen Universitäten und Hochschulen auch zahlreiche ausländische Studentinnen und Studenten anzutreffen. Für diese gilt es, sich entweder vorab ausreichende Deutschkenntnisse anzueignen, oder aber diese mithilfe von angebotenen Kursen an den jeweiligen Unis zu erlangen. Solche, zumeist sehr intensiven Kurse, werden gerne in den vorangehenden Semesterferien oder an Wochenenden wahrgenommen. Ohne diese nötigen Sprachkenntnisse ist es den ausländischen Studierenden nämlich nahezu unmöglich an den Vorlesungen und Seminaren teilzunehmen, da sie die deutsche Sprache nicht verstehen können.

Sprachkenntnisse führen ins Ausland
Ähnlich dürfte es auch den deutschen Studierenden ergehen, die sich für ein Auslandssemester bewerben. In diesem Fall kommen sie als Ausländer an eine fremde Hochschule und müssen sich mit ihrer Sprache erst einmal anpassen. Im Regelfall heißt das, eine neue Sprache von Grund auf zu erlernen. So finden sich an spanischen, französischen oder russischen Universitäten deutsche Studenten ein, die über keinerlei Sprachkenntnisse des jeweiligen Landes verfügen und somit erst einmal die Sprachschulbank drücken müssen, bevor sie auf das eigentliche Studium losgelassen werden können. Andernfalls können sie sicher sein, vom Inhalt der Lehrveranstaltungen rein gar nichts mitzunehmen.
Gerade für den späteren beruflichen Erfolg sind fremde Sprachkenntnisse natürlich von großem Vorteil. Allein deshalb sollte man sich überlegen, diszipliniert und konsequent möglichst viele neue Sprachen anzueignen. Dabei muss man sich aber leider auch im Klaren darüber sein, dass man Sprachen nicht mehr so schnell erlernt, wenn die 20 bereits überschritten ist.