Sprachtool - So wird die Übersetzung richtig

Ein Sprachtool ist eine hilfreiche Alternative zum mühseligen Blättern im Wörterbuch. Doch noch gerät die elektronische Übersetzungshilfe schnell an ihre Grenzen.


Das World Wide Web hat die Bandbreite der internationalen Kommunikation einschneidend verändert. Es ermöglicht zu nahezu jedem Thema etwas zu finden und bietet die Gelegenheit, in jedes Land eintauchen zu können ohne sich auch nur aus der Haustür zu begeben. Die Sache hat allerdings einen Haken. Auf der Welt werden zirka 6.500 verschiedene Sprachen gesprochen. Doch natürlich bietet das Internet auch in diesem Bereich Abhilfe: Ein Sprachtool kann helfen, unbekannte Wörter zu übersetzen.

Das Sprachtool als persönlichen Dolmetscher nutzen

  • Die Liste der Anbieter ist lang. Allen voran marschiert Google. Möchte man sich beispielsweise aktuell im japanischen Internet informieren, reicht es, das gewünschte deutsche Wort in die Suchmaske einzugeben, als Zielsprache Japanisch zu wählen und man bekommt aktuelle Texte sowohl im Original als auch in der deutschen Übersetzung geliefert. Der Umgang mit diesem Sprachtool ist unkompliziert, die Übersetzungen lassen allerdings zu wünschen übrig. Häufig lässt sich Sinn und Zusammenhang nur schwer entziffern. Dies liegt nicht an der schlechten Qualität dieses Tools, sondern ist ein generelles Grundproblem der Spracherkennung.
  • Ein Sprachtool kann nur einzelne Worte lesen, aber keine Sinnzusammenhänge deuten. Feinheiten des Satzbaus oder der Grammatik, können nicht korrekt übertragen werden. Von Doppelbedeutungen eines Begriffs oder Redewendungen ganz zu schweigen.

Was bei der Übersetzung eines eigenen Textentwurfs beachtet werden sollte

  • Eine einfache Lösung im Schnellverfahren gibt es leider noch nicht. Wer möglichst richtig übersetzen möchte, muss sich dafür schon etwas Zeit nehmen und Arbeit investieren. Um das Ergebnis zu überprüfen, kann es eine sinnvolle Maßnahme sein, den vom Sprachtool übersetzten Text anschließend wieder in die eigene Sprache rückübersetzen zu lassen. Erst dann wird das Ausmaß der Fehlerquellen deutlich. Um diese auszumerzen, bleibt oft nichts anderes übrig, als mehr oder weniger Wort für Wort vorzugehen.
  • Unbedingt sinnvoll ist es, von Anfang an verschachtelte Sätze und komplizierte Formulierungen zu vermeiden. Überlegen Sie sich Ihren Text also im Vorfeld genau, suchen Sie mit Hilfe eines Sprachtools zunächst die wichtigsten Begriffe und Verben in ihren Grundformen heraus, formulieren Sie dann einen möglichst präzisen, einfach strukturierten und klaren Text und überprüfen Sie ihr Ergebnis immer wieder in kleinen Zwischenschritten.