Sprachübungen bei Lispeln

Wie man mit einfachen zu Hause anwendbaren Sprachübungen bei Lispeln lernen kann, die Laute s, z, sch und ch korrekt auszusprechen.


Auch wenn der Sympathieträger aus Ice Age, das lustige Faultier Sid, so charmant lispelt: Die meisten Erwachsenen empfinden ihr Lispeln doch als störend. Mit einigen einfach anzuwendenden Sprachübungen bei Lispeln lässt sich der Sprechstörung jedoch gezielt entgegenwirken.

 

 

Lispeln: eine Lautbildungsstörung

  • Mit Lispeln ist eine Lautbildungsstörung der Zischlaute s, sch, z und ch gemeint.Die Ursachen sind vielfältig. So kann eine Hörstörung dahinter stecken - häufig wird das Lispeln jedoch auch durch Fehlstellungen der Zähne oder Zahnlücken begünstigt.

 

  • Wenn kleinere Kinder lispeln, braucht man sich noch nicht zu sorgen – bis zum Vorschulalter ist dies völlig normal. Die Zischlaute sind die am schwierigsten zu erlernenden Laute. Beim Sprechen der Zischlaute kommt es darauf an, die Bewegung der Zunge und den Luftstrom steuern zu können. Daher geht es bei den Sprachübungen bei Lispeln vor allem darum, die Muskulatur und Motorik der Zunge zu verbessern.

 

Sprachübungen bei Lispeln

  • Mit einfachen Sprechübungen wie „Süße Singvögel singen super-sonnige Songs“ kann man lernen, die Zunge so zu bewegen, dass sie beim Sprechen des S nicht die Frontzähne, sondern den Gaumen weiter hinten berührt.

 

  • Damit die Zunge beim Sprechen erst gar nicht an die Schneidezähne gerät, kann man auch mit leicht zusammengebissenen Zähnen sprechen.

 

  • Eine gezielte Übung für die Zunge ist auch das Schnalzen: Einfach mit der Zungenspitze, -mitte oder -seite kräftig schnalzen – oder aber mit der Zunge den Gaumen ganz weit hinten berühren – und sie dann schwungvoll nach vorne schnellen lassen.

 

  • Auch zu versuchen, mit der Zunge die Nasenspitze zu erreichen oder aber den Mund bewusst mit der Zunge zu erforschen, kann helfen, die Bewegungen der Zunge besser kontrollieren zu können.

 

  • Kräftig grinsen, einen Kussmund formen, die Lippen nach innen wölben, mit eingerollter Zunge Wattebällchen pusten – dies alles kann nicht nur Spaß machen, sondern hilft, die Muskeln im Wangen- und Kieferbereich zu kräftigen und zu lernen, den Luftstrom zu kontrollieren. Wichtig ist: die Übungen regelmäßig mehrmals täglich zu wiederholen.

 

  • Bei stärkeren Sprechfehlern sollte jedoch auch die Unterstützung eines Logopäden in Betracht gezogen werden.