Spreizfuß: Ursachen Behandlung Vorbeugung

Woran Sie einen Spreizfuß erkennen, wie seine Behandlung aussieht und welche vorbeugenden Maßnahmen es gibt.


Wenn man ihn nicht behandelt, kann er zur schmerzhaften Einschränkung der Bewegung führen. Unter den Fußdeformitäten ist er die häufigste. Die Rede ist von Spreizfuß. Auch Beschwerden wie Rücken-, Knie- und Nackenschmerzen können Hinweise auf ihn sein. Hier erfahren Sie wie Sie ihm vorbeugen und ihn behandeln. Beim einem gesunden Fuß ist das sogenannte Fußquergewölbe von vorne gesehen bogenförmig.

Was genau ist ein Spreizfuß?
Steht man aufrecht auf beiden Füßen, werden vor allem der innere und der äußere Zeh belastet. Bei einem Spreizfuß ist das Fußquergewölbe flach, was dazu führt, das mehr die zweiten und dritten Zehen belastet werden. Der gesamte Fuß wird flacher und breiter, er wird „aufgefächert“. Dann spricht man auch von einem Plattfuß und oft entstehen schmerzhafte Schwielen. Behandelt man ihn nicht, drängte der große Zeh nach außen, der kleine nach innen. So kann sich ein „Hammerzeh“ entwickeln. Damit meint man die krallenartige Beugung einer Zehe, die nur operativ wieder korrigiert werden kann. In weniger drastischen Fällen wird die abgesenkte Fußsohle sehr schmerzempfindlich.

Welche Ursachen hat der Spreizfuß?
In den meisten Fällen ist diese Deformation erblich bedingt. Er tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf, vor allem ab einem Alter von 40 Jahren. Übergewicht und ein falsches Schuhwerk begünstigen diese Veränderung. Auch rheumatische oder neurologische Erkrankungen können ein Grund sein. In seltenen Fällen können auch Kinder betroffen sein.

Wie behandelt man den Spreizfuß?
Grundsätzlich gilt: Solange der Fuß keine Schmerzen verursacht, muss nichts unternommen werden. Ist er schmerzhaft, empfiehlt sich zunächst eine Röntgenaufnahme. Bei der Therapie kommen sowohl konservative Maßnahmen in Frage (zum Beispiel Orthopädische Einlagen), als auch Operationen in schwereren Fällen. Normalerweise kann ein abgesenktes Quergewölbe nicht einfach angehoben werden. Aber mit diesen Maßnahmen beugt man einer Verschlimmerung vor und entlastet den Fuß. Auch das hilft: Damit die Fußmuskulatur gestärkt wird, werden Gymnastik-Übungen empfohlen.

Übungen
Hier einige Übungen für Sie, wenn Sie zu einem Spreizfuß neigen. Suchen Sie sich eine aus, die sie täglich machen. Alle weiteren bauen Sie ein bis zwei mal die Woche ein. Erste Übung: Stellen sie sich mit dem einen Fuß auf die Zehenspitzen und lassen Sie den anderen 10 Mal nach links und 10 Mal nach rechts kreisen. Danach die Übung für den anderen Fuß durchnehmen. Bei einer weiteren Übung greifen Sie mit jedem Fuß 10 Mal mal nach einem Bleistift, der auf dem Boden liegt. Eine weitere Übung kann man gut bei der Arbeit im Büro einsetzen: Setzen Sie sich auf einen Stuhl und lassen Sie die Füße über dem Boden schweben. Rollen Sie zwischen den Füßen vom Fußballen bis hin zur Ferse. Er darf dabei nicht runterfallen. Ebenfalls bürotauglich: Legen Sie ein Handtuch ausgebreitet vor Ihre Füße. Greifen Sie mit den Zehen danach und ziehen Sie es so langsam unter den gesamten Fuß. Folgender Vorschlag ist auch gleichzeitig gut für die Lachmuskeln: Setzen Sie sich auf den Boden und versuchen Sie mit beiden Füßen zu „klatschen“. Grundsätzlich sind auch alle Geschicklichkeits-Übungen geeignet, die Muskulatur zu kräftigen. Versuchen Sie doch mal mit dem Fuß zu malen oder ähnliches.