Spreizfuß: Ursachen, Vorbeugung, Behandlung

Es gibt verschiedene Ursachen, welche einen Spreizfuß hervorrufen können und er ist nur bedingt behandelbar – man kann ihm jedoch vorbeugen.


Spreizfuß gehört zu der Gruppe der Fußfehlstellungen und stellt meist keinen Krankheitswert dar. Bei dieser Art von Fehlstellung ist der vordere Fußteil verbreitert und es kommt zu einer übernatürlichen Druckbelastung, welche sich durch unangenehme und teilweise auch schmerzhafte Schwielen äußert. Zu dem Erscheinungsbild einer Fuß- oder Zehenfehlstellung gehören ebenfalls ein schiefer großer Zeh, welcher auf Grund seiner starken Neigung, die kleineren Zehen zur Seite schiebt und die sogenannten Krallen- oder Hammerzehen.

Häufige Ursachen für Fußfehlstellungen
Diese Art von Fehlstellung ist nicht angeboren und entwickelt sich erst im Laufe der Jahre, in denen verschiedene Faktoren schließlich zum Spreizfuß führen. Das können zum Beispiel ein schwaches Muskel- oder Bindegewebe, Bewegungsmangel oder Überlastungen sein, aber auch das Tragen von falschem Schuhwerk oder möglicherweise genetische Veranlagungen spielen hier eine Rolle. Häufig sind auch Frauen nach ihrer Menopause von dieser Fehlstellung betroffen. Spreizfuß kann jedoch auch eine Folge aus einer Kinderlähmung oder einer Entzündung der Gelenke sein. Dabei ist das eigentliche Quergewölbe des Fußes nicht mehr vorhanden, was bedeutet, dass der Druck während dem Gehen oder Stehen nicht mehr optimal auf den ganzen Fuß verteilt werden kann. Die aus der Fehlbelastung entstehenden, schmerzenden Stellen treten dann vor allem während des Auftretens oder Abrollens des Fußes auf.

Vorbeugung und Behandlungsmöglichkeiten eines Spreizfußes
Der Entstehung eines Spreizfußes kann man durchaus vorbeugen, indem man beispielsweise auf das Tragen von zu hohen Schuhen verzichtet und vorrangig sein Augenmerk auf die Bequemlichkeit der Schuhe legt. Zudem sollte man langes Stehen vermeiden und seine Füße öfter mal hochlegen, denn dies kann die unangenehme Bildung eines Spreizfußes verhindern.
Hat sich bereits eine Fehlstellung gebildet, so lässt sich der Fuß nie wieder in seine ursprüngliche, normale Form zurück bringen und nicht nur das, auch die reguläre Funktion des Fußes und somit auch der ganz normale Alltag ist um einiges beeinträchtigt. Eine Behandlung kann daher lediglich die Schmerzen lindern. Da die Verformung des Fußes jedoch als sehr störend und unangenehm empfunden wird, kommt in den meisten Fällen nur noch ein operativer Eingriff in Betracht, bei der Spreizfuß entsprechend korrigiert wird. Zudem empfiehlt es sich für den Betroffenen Gymnastikübungen zur Stärkung der Fußmuskulatur durchzuführen oder einen Orthopäden aufzusuchen, welcher spezielle Schuheinlagen verordnet.