Springpferde: Rassen und Zucht

Holsteiner, Oldenburger und deutsche Sportpferde eignen sich sehr gut für den Pferdesport. Als Springpferde eingesetzt, können sie extreme Leistungen erbringen.


Springpferde zählen nicht zu den Haus- und Wildpferden und werden nicht als eine eigene Art klassifiziert. Ihre Besonderheit ist die Leistung für den Pferdesport. Aus den Aufgaben für Reiterturniere ergibt sich auch der Name, jedoch kann man nicht bei jedem Hauspferd oder bei jedem gezähmten Wildpferd davon ausgehen, dass es die geforderten Springleistungen erbringt. Diese sind zwar erlernbar, werden aber auch an verschiedenen Kriterien ausgemacht. Besonders gut eignen sich Pferde zum Springen, wenn sie kräftige, breite Gelenke und straffe Sehnen haben. Zudem müssen sie gleich am Anfang Springmanieren, Geschicklichkeit, einen ausgeglichenen Charakter und Kampfgeist zeigen.

Rassen von Springpferden

  • Eine Rasse von Springpferden sind die Deutschen Sportpferde, die einen geradlinigen harmonischen Körperbau besitzen. Zudem kann man auch die Deutschen Ponys als Springpferde einsetzen, wobei die Leistungen sehr eingeschränkt sein können.
  • Der Holsteiner ist eine weitere deutsche Pferderasse. Das Pferd ist geradlinig und sehr athletisch gebaut, sowie mit besonderer Einsatzfreude und starken Nerven ausgezeichnet. Es eignet sich sehr gut für den Springsport. Der Oldenburger besitzt kräftige, trockene Gliedmaßen und konnte bereits sehr erfolgreich für den Pferdesport eingesetzt werden. Die Beine des Springpferdes sind lang und starkknochig.
  • Eine weitere Springpferderasse ist der Hannoveraner, der einen rechteckigen Körperbau aufweist. Er hat zudem ein von Natur aus ausgeprägtes Gangwerk, was für den Pferdesport von großem Vorteil ist.

Zucht von Springpferden

  • Die Zucht des Oldenburgers wurde in einer Reiterzucht in der Stadt Oldenburg begonnen, von dem sich auch sein Name ableitet. Im 17. Jahrhundert begann man dort unter der Leitung des Grafen Anton Günther, die Aufzucht der Springpferde aus starken Zug- und Arbeitspferden. Zunächst diente der Oldenburger als Kutschpferd. Das heutige Springpferd erhielt man nach einer Kreuzung von Hannoveranern, Holsteinern und Vollblütern.
  • Die Kreuzung für den Hannoveraner geht ins 15. Jahrhundert zurück. Letztendlich hat man den heutigen Hannoveraner durch die Kreuzung von Vollblütern und Trakehnern erhalten. Die Züchtung des Holsteiners geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Er wurde mit englischen Vollblütern zu einem starken Sportpferd gezüchtet. Das Deutsche Sportpferd ist das Jüngste seiner Rasse und wird seit 2003 in Deutschland gezüchtet.