Sprossen und Keime – Gesund Leben

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe: Sprossen und Keime sind unerlässlich für eine gesunde Ernährung.


Sprossen und Keime kommen bei uns immer noch viel zu selten auf den Tisch. Dass unsere regionalen Gemüse wahre Bomben an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sind, hat sich längst herumgesprochen. Blattsalate dagegen bestehen zu 95 Prozent aus Wasser, Gartenkresse hat 15 mal mehr Vitamin C als Eisbergsalat und Löwenzahn hat 170 Milligramm Calcium, während Romana-Salat nur sechs Milligramm auf die Waage bringt. Für unsere Ernährungsbilanz viel zu wenig. Gerade im Winter, wenn die frei wachsenden Würzkräuter Petersilie, Schnittlauch und Co rar sind, empfiehlt es sich daher, seine Ernährung mit Sprossen und Keimen anzureichern und das Vitamin- und Mineralstoffdefizit aufzufüllen. Sprossen und Keime entgiften, wirken belebend auf das Immunsystem, unterstützen eine Ausleitungskur und lassen Frühjahrsmüdigkeit zur reinen Floskel werden.

Winterliche Ernte auf der Fensterbank

  • Und Spaß macht es obendrein, denn den würzigen Sprossen und Keime kann man direkt auf der Fensterbank beim Wachsen zuschauen. Kinder sind begeistert, wenn sie die kleine Hausgärtnerei mitbetreuen dürfen und daher auch eher dafür zu gewinnen, sich die erntefrischen Sprossen auf das Quarkbrot oder über den Salat und die Gemüsesuppe zu streuen.
  • Keimsaaten gibt es gut sortiert und abgepackt in Tüten, leicht gelingt es auch dem Anfänger, die Sprossen aus den Keimlingen von Alfala, Linsen, Radieschen, Rettich, Rotklee und Mungobohnen zu züchten. Eingeweicht wird zwischen sechs und zwölf Stunden, zwischen zwei und acht Tagen liegt die Keimdauer – ein wenig Geduld muss man schon haben.
  • Besitzt man kein Keimgerät, dann tun es auch Einmachgläser mit Gummiringen und luftdurchlässigen Stoffdeckeln. Einige Sorten gedeihen auch auf Küchenpapier. Moderate Wärme unterstützt das Wachstum, direkte Sonneneinstrahlung schadet.

Eine große Familie für viel gesunde Abwechslung

  • Zwischen rotem Amaranth, gelbem Senf, Kürbis, Quinoa, Rauke und weißem Gänsefuß tut sich eine weite Spielwiese an Anwendungsmöglichkeiten auf. Wie überall im Leben ist die Wahl Geschmacksache. Mungobohnen erinnern im Geschmack an frische grüne Erbsen und eignen sich gut für die Asia-Küche.
  • Die scharfen Radieschen hingegen liegen gerne auf Käse- und Tomatenbroten, die würzigen Senfsprossen tun herzhaften Kartoffelgerichten gut und das Nuss-Aroma der Sonnenblumen passt sich sogar einem sahnigen Nachtisch an. Sprossen und Keime sollte man einfach einmal ausprobieren und seine Lieblinge herausfinden.