Sprühlack: Vor- und Nachteile

Lack ab? Mit diesen Sprühlacken frischen Sie ihn schnell und einfach wieder auf. Über die verschiedenen Sorten und Anwendungen.


Vielseitig einsetzbar und einfach in der Anwendung: der Sprühlack. Er ist beliebt bei geübten Heimwerkern, Dekorateuren und Anfängern in Sachen Farbe. Nahezu alles lässt sich mit ihm umlackieren und vor der Witterung schützen. Einige Dinge sollte man allerdings über ihn wissen,  damit Sie möglichst lange etwas von der neuen Farbe in Ihrem Leben haben und um sich vor der einen oder anderen bunten Katastrophe zu schützen.

Kunstharzlacke (Alkydharzlacke)
Kunstharzlacke sind sehr günstig (ab 3 Euro), da sie auf Basis von Mineralöl hergestellt werden. Zur Renovierungs-Saison findet man sie sogar manchmal bei Discountern. Man erhält sie in den üblichen RAL-Farben aber auch in anderen Schmuckfarben. Diese Sprühlacke lassen sich sehr leicht gleichmäßig auftragen und decken stark. Ihre Unempfindlichkeit gegenüber Stoß- und Scheuerschäden machen sie bei Heimwerkern äußerst beliebt. Angenehm an ihnen ist auch, dass sie schnell trocknen und sich mit vielen verschiedenen Oberflächen vertragen (Holz, Sandstein, Metall, Kork etc.). Die schnelle Trocknung zwingt allerdings zum zügigen Arbeiten. Sprühen Sie zum Einüben also zunächst ein Reststück Holz oder Ähnliches an. Bei der Verarbeitung selber, sprühen Sie die Farbe mehrmals dünn und gleichmäßig in Bahnen auf. Gegebenenfalls auch quer zur ersten Bahn sprühen. Bei feuchter Umgebung sind diese Sprühlacke eine gute Alternative zu Latexfarben: Man erhält sie als „moderne Latexfarbe“, in der überhaupt kein echtes Latexgummi mehr drin ist.

Acryllacke
Acryllacke stellen eine Sonderform der Kunstharzlacke dar. Im Verhältnis zu den Alkydharzlacke sind sie teurer (etwa 8 Euro), aber nicht ohne Grund: neben dem gesamten Spektrum von RAL-Farben werden diese Sprühlacke auch mit Metallic- und Perl-Effekten angeboten. Diese Effekt-Sprays lassen sich hervorragend miteinander kombinieren, zum Beispiel wenn Sie einen Patina-Look bei Ihrem silbernen Bilderrahmen wünschen: Schwarz und Mittelgrau als Metallic-Farben auswählen. Zuerst Mittelgrau auftragen, danach Schwarz dünner aufsprühen und an den gewünschten Stellen mit Sandpapier die schwarze Farbe wieder etwas wegkratzen. Bei Bedarf kann man sie mit Wasser verdünnen wie man es von der Acrylfarbe zum Malen kennt. Sie enthalten weniger Lösemittel und sind daher nicht nur geruchsärmer, sondern auch schonend zur Umwelt. Hier ist das Siegel vom „Blauen Engel“ auf der Verpackung, während bei den Kunstharzlacken mittlerweile ein Gefahrensymbol für „Umweltgefährlich“ aufgedruckt ist. Entsorgen können Sie Dosen einfach im Gelben Sack.