Spulwurm beim Menschen - Merkmale, Behandlung, Vorbeugung

Der Spulwurm, lateinisch Ascaris lumbicoides, ist weltweit der größte beim Menschen vorkommende Fadenwurm und wird über den Mund aufgenommen.


Die Infektion mit dem Spulwurm beim Menschen geschieht über die Aufnahme von Wurmeiern mit dem Mund. Daher sind kleine Kinder besonders gefährdet. Sie können Wurmeier in Gärten und auf Spielplätzen aufnehmen, indem sie ihre erdigen oder sandigen Finger in den Mund nehmen. Eine Infektion ist ebenfalls durch verunreinigte Lebensmittel oder kontaminiertes Trinkwasser möglich. Von Mensch zu Mensch ist die Infektion von Mund zu Mund oder über den Weg Mund-Finger-Mund möglich. Auf Toiletten kann man sich nicht mit Spulwürmern infizieren, da die Eier erst einige Wochen in der Erde reifen müssen, bevor sie infektiös werden.

Krankheitsbild
Solange sich Spulwürmer noch im Larvenstadium befinden, verursachen sie im menschlichen Körper Atembeschwerden, Fieber und Husten. Ausgewachsene Würmer leben im Dünndarm. Je nach Anzahl der Würmer sind die Symptome leichter oder schwerer. Auch treten Symptome auf, die nicht sofort einer Infektion mit dem Spulwurm beim Menschen zugeordnet werden können. Blässe, Augenringe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Krämpfe sind Anzeichen für Wurmbefall des Dünndarms. Massiver Befall mit dem Spulwurm beim Menschen kann lebensbedrohlich sein, wenn die Würmer sich zusammenballen und Darm oder Gallengänge verschließen. In diesen Fällen muss operiert werden.

Diagnose
Befall mit dem Spulwurm beim Menschen kann mit Stuhlproben nachgewiesen werden, indem man dort nach Wurmeiern oder ausgewachsenen Würmern sucht. Im Blut finden sich nachweisbare Antikörper.

Vorbeugung
Der Spulwurm beim Menschen tritt vor allen dann auf, wenn keine ausreichende Hygiene herrscht. Wer fürchtet sich mit Spulwürmern anzustecken, sollte Trinkwasser abkochen und auf rohes Gemüse verzichten. Auch mit Kot gedüngtes Gemüse ist gefährlich. Fliegen sind von Speisen fernzuhalten, außerhalb von Kühlschrank und Vorratsschrank stehende Speisen müssen abgedeckt werden. Kinder dürfen beim Spielen außerhalb des Hauses die Finger nicht in den Mund stecken. Besonders in Stadtparks und auf Spielplätzen ist die Gefahr groß, dass die Böden dort mit Tierkot verunreinigt sind. Im und am Haus lebende Tiere müssen regelmäßig entwurmt werden.

Behandlung
Die Behandlung erfolgt mit wurmabtötenden Medikamenten, deren Wirkstoff entweder Mebendazol oder Pyrantelembonat ist. Zusätzlich ist der gesamte Katalog der vorbeugenden Maßnahmen einzuhalten, um den Spulwurm beim Menschen zu vermeiden.