Viele Millionen Deutsche haben die zahlreichen Vorteile sportlicher Betätigung bereits erkannt: Schlaffe Muskeln werden stahlhart und aus einer weichen Silhouette wird ein geschmeidiger, definierter Körper. Aber regelmäßiges Training ist nicht nur für das Selbstbewusstsein und das Erscheinungsbild eine überaus wirksame Maßnahme. Es bildet auch zur Stärkung des Immunsystems eine wichtige und tragende Rolle.
Sport – mehr Leistung für die Abwehrkraft
Durch die Bewegung atmet man intensiver, mit der Folge, dass die Sauerstoffaufnahme erhöht ist. Nachweislich wird in den Muskeln der Botenstoff Interleukin-6 produziert, der für Nachschub an Abwehrzellen sorgt. Etwa 30 Prozent mehr der wichtigen Zellen werden durch sportliche Betätigung gebildet. Wenn es Ihnen möglich ist und es die Sportart zulässt, sollten Sie an der frischen Luft aktiv werden. Denn hier werden die Schleimhäute immer gut durchfeuchtet, folglich sind sie widerstandsfähiger, was seinen Teil zur Stärkung des Immunsystems beiträgt.
Richtig trainieren
Finden Sie Ihre Lieblingssportart. Trainieren Sie lieber allein oder doch lieber gemeinsam mit Freunden? Wollen Sie Ausdauer trainieren oder vornehmlich die Muskeln?
Sport soll vor allem Eines: Spaß machen. Werden Sie mit Elan und Begeisterung aktiv und stärken Sie sowohl Ihre Fitness als auch Ihre Abwehrkräfte. Zu Beginn genügt es bereits, kurze Spaziergänge in den Alltag einzubauen. Auch barfuß gehen – welches auf der Kneipp-Philosophie beruht – ist ein wichtiger Schritt in Richtung gestärktes Immunsystem. Später können Sie dann gezielt Herz-Kreislauf- und Abwehrkräfte trainieren. Sie sollten es jedoch zu keinem Zeitpunkt übertreiben, denn zu viel Aktivität bewirkt genau das Gegenteil von dem, was Sie erreichen wollen, jeder kleine Krankheitserreger wird zur Gefahr. Das Phänomen kennt man aus dem Hochleistungssport. Wenn Sie im effektiven Pulsbereich trainieren, vermeiden Sie eine Überlastung
Das A und O des Sports
Vor jedem Training sollten Sie sich gut aufwärmen, um keine Verletzungen zu riskieren. Legen Sie regelmäßige Pausen ein, der Rhythmus zwischen Belastung und Erholung sollte drei zu eins betragen. Auch die angemessene Kleidung ist wichtig. Friert der Körper, ist er anfälliger für Eindringlinge. Im Idealfall besorgen Sie sich Funktionskleidung, denn diese hält warm, ohne den Körper durch Schweißbildung oder Kälte zu belasten. Im Idealfall absolvieren Sie Ihr Training am Vormittag oder um die Mittagszeit herum, denn Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dies die besten Stunden sind, um sein Immunsystem zu stärken. Außerdem produziert unser Körper bei Helligkeit große Mengen Vitamin D, welches ebenfalls ein wichtiges Element in einem gesunden Immunsystem ist.
Im Winter
Auch im Winter sollten Sie sich durch arktische Temperaturen und ungemütliche Außenbedingungen nicht davon abhalten lassen, sich sportlich zu betätigen. Oberstes Gebot im Winter: aufwärmen. Denn wenn Muskeln, Sehnen und Bänder nicht ausreichend angewärmt sind, droht Verletzungsgefahr. Auch sollten Sie Ihrem Körper Gelegenheit geben, sich an die Witterungsbedingungen zu gewöhnen. Für eine Radikaldiät ist der Winter hingegen nicht geeignet, denn die schützende Hülle aus Körperfett dient als lebenswichtige Isolierschicht, wenn der Körperfettanteil zu niedrig liegt, wird der Körper unnötig belastet.