Starkes Schwitzen - Manchmal auch durch Krankheit bedingt

Starkes Schwitzen, das meist mit dem Krankheitsbild der Hyperhidrose einhergeht, hat viele unangenehme Folgen für den Betroffenen.


Kommt man übermäßig ins Schwitzen, heißt es im medizinischen Sinne Hyperhidrose. Starkes Schwitzen kann sowohl an bestimmten Körperteilen auftreten oder auch den gesamten Körper betreffen.

 

Meist wird außerordentliches Schwitzen gar nicht oder zu spät als Krankheit erkannt. Dadurch finden sich Betroffene oft damit ab, obwohl sie sehr darunter leiden. Extremes Schwitzen lässt sich durch verschiedene Methoden behandeln, darunter auch operative Verfahren.

Wann ist Schwitzen normal?

Kommt man nur im Rahmen der Wärmeregulation ins Schwitzen, das heißt zur Kühlung des Körpers, ist es als völlig normal anzusehen. Auch während der Wechseljahre bei Frauen kann außerordentliches Schwitzen als Begleiterscheinung auftreten. Übermäßiges Schwitzen nur an bestimmten Körperstellen weißt allerdings auf eine lokale Hyperhidrose und dann ist das Schwitzen auch als krankhaft einzustufen. Hierbei werden drei Formen unterschieden: Hyperhydrosis axillaris (nur in den Achseln), Hyperhydrosis manuum (nur an den Händen) und Hyperhydrosis pedum (nur an den Füßen). 

Ursachen

Für übermäßiges starkes Schwitzen gibt es viele Gründe. Bei der primären Hyperhydrosis ist die genaue Ursache bislang unbekannt. Sie kann bereits in der Pubertät auftreten. In besonderen Situationen wie beispielsweise Schmerz, Stress- oder Angstzuständen kann die primäre Hyperhydrosis ebenfalls auftreten. Die sekundäre Hyperhydrosis beschreibt allerdings ein Symptom, das auf eine endokrine Erkrankung wie Schilddrüsenüberfunktion oder Störungen des Hormonhaushaltes hinweißt. Bei neurologischen Erkrankungen oder Nebenwirkung von Medikamenten kann es ebenfalls zu einem übermäßigen Schweißausbruch kommen.

Die Symptome

Die Symptome variieren von Mensch zu Mensch und sind von der jeweiligen Lokalisation abhängig. Generell haben alle Formen des verstärkten Schwitzens ein paar Dinge gemeinsam. Das Gefühl der unangenehmen Feuchtigkeit, nasse Flecken auf der Kleidung oder in den Schuhen sind Indikatoren dafür. Je nach Ursache werden verschiedene Therapieformen durchgeführt. Fällt das übermäßige Schwitzen in die Kategorie der primären Hyperhidrose, wird zunächst die Grundkrankheit gezielt behandelt. Generell kann die Hyperhidrose konservativ und chirurgisch behandelt werden. Man kann generell versuchen, das verstärkte Schwitzen zu vermeiden, indem man möglichst auf verschiedene Dinge verzichtet. Kaffee, scharfe Gewürze, Alkohol, Zigaretten und Stress begünstigen den Schweißausbruch.

 

Hyperhidrose kann aber nicht nur körperliche Einschränkungen zur Folge haben. Je nachdem, wie stark sie ausfällt und wie man selbst damit umgehen kann, kann sie zu einem Problem für Betroffene im Umgang mit der Umwelt werden. Händelschütteln oder der Gebrauch von Papier können daher zu einem schier unlösbaren Problem werden.