Stauballergie behandeln: Methoden und Medikamente

Stauballergie behandeln durch Maßnahmen im Haus und/oder durch eine Hyposensibilisierung in Form von Spritzen oder Tropfen


Die Stauballergie gehört mit zu den weit verbreiteten Allergien. Bei einer Stauballergie besteht eine Überempfindlichkeit gegen den Kot der Hausstaubmilben. Er tritt vor allem in Textilien, wie Bettmatratzen, Decken, Kissen, Teppichen und Vorhängen, auf. Beim Bewegen der Textilien wird der Kot in der Raumluft verbreitet und durch das Atmen aufgenommen.

  • Um die schlimmsten Symptome einer Allergie zu behandeln gibt es spezielle Medikamente, wie Tabletten(unter anderem Cetirizin), Nasensprays (Nasonex) oder Sprays (Budes oder Foster). Dies sollte aber je nach den Symptomen von einem Arzt verschrieben werden. Um die Medikamenteneinnahme möglichst gering zu halten, sollte man die Stauballergie behandeln. Die kann durch die Vermeidung des Kontakts mit Milbenkot geschehen oder durch eine Hyposensibilisierung.

 

Kontakt mit Milbenkot vermeiden

  • Um die Beschwerden während einer Allergie möglichst gering zu halten ist es wichtig, die Räume möglichst sauber zu halten und die Stoffe und Textilien in den Räumen regelmäßig zu waschen. Die Stoffe sollten bei mindestens 60°C gewaschen werden.

 

  • Optimal ist es bei 95°C, was aber nicht bei allen Stoffen möglich ist. Bevorzugt sollten Mikrofaserstoffe verwendet werden, da die Milben sich dort nicht wohl fühlen. Für das Bettzeug gibt es spezielle Bezüge, die das durchdringen den Milbenkots verhindern.

 

  • Da die Betroffenen im Bett direkt mit den Stoffen in Kontakt kommen ist ein solcher Bezug empfehlenswert. Vorteilhaft sind auch Sofas aus Leder oder Kunstleder. Teppiche sollten durch Fließen, Kork oder Parkett ersetzt werden,da diese besser zu reinigen sind.

 

Hyposensibilisierung

  • Zum Stauballergie behandeln besteht die Möglichkeit der Hyposensibilisierung. Diese Therapie ist nur möglich, wenn das Allergen, welches die Allergie auslöst bestimmt werden kann. Hierbei wird dem Patient eine kleine Dosis des Allergens verabreicht.

 

  • Eine Möglichkeit ist die Therapie durch Spritzen. Diese bekommt der Patient über 2-3 Jahre regelmäßig. Die Spritzen dürfen nur von einem speziell dafür ausgebildeten Arzt verabreicht werden, da es auch zu allergischen Schocks kommen kann.

 

  • Deshalb muss der Patient nach Verabreichung der Spritze noch eine halbe Stunde danach in der Praxis bleiben, um eventuell schnell behandelt werden zu können. Eine weitere Möglichkeit zum Stauballergie behandeln ist die orale Form.

 

  • Hierbei nimmt der Patient, über drei Jahre, jeden Tag speziell für ihn hergestellte Tropfen ein. Diese Therapie wurde noch nicht über Langzeitstudien getestet.