Steingarten anlegen - Wie entsteht der optimale Steingarten?

Hier erfahren Sie, wie Sie einen Steingarten anlegen.


Für das Anlegen eines Steingartens eignet sich am besten ein leicht abschüssiges Areal oder eine natürlich hügelige Fläche. Damit wird nicht nur das Auge stimuliert, sondern auch ein möglichst natürlicher Eindruck erweckt. Die ideale Steingartenfläche sollte mindestens eine Größe von zehn Quadratmetern aufweisen. Falls keine entsprechendes Stück Boden vorhanden ist, können Unebenheiten mit anfallendem Aushub auch aufgeschüttet werden. Wegen der anfallenden Staunässe sind Böden aus Lehm für einen Steingarten generell nicht nutzbar. Das anvisierte Areal sollte möglichst in der Sonne oder im Halbschatten gelegen sein, um den Pflanzen ausreichend Licht zur Verfügung zu stellen. Eine Mauer an der Rückseite bietet einerseits Schutz gegen Nordwestwinde und andererseits wird so die Sonneneinstrahlung reflektiert. Die durch die Sonneneinstrahlung aufgeheizte Wand gibt die Wärme später wieder an die Pflanzen ab.

Steingarten anlegen
Zunächst muss der gesamte Untergrund wurzeltief von allem Unkraut und jedem Bewuchs befreit sein. Geduld ist hier angezeigt, denn die Fläche sollte eine Saison lang brachliegen, bevor im Frühjahr mit der Arbeit begonnen wird. Der erste Schritt ist die Grobmodellierung des Steingartens. Experten raten dazu, die erste Lage des Steingartens aus Hasen- oder Hühnerdraht zu fertigen, da Wühlmäuse besonders gerne in den Steinhaufen Unterschlupf suchen. Dann folgt der erste aus den größeren Objekten bestehende Steinkranz. Die nötige Stabilität des Untergrunds kann durch eine Verdichtung oder das Auftragen einer Schicht Kalksplit erreicht werden, die gleichzeitig als Drainage dient. Auf diese Weise können auch die Trittsteine mit dem Untergrund verankert werden. Die Drainage, die auch aus einer zwei bis vier Zentimeter dicken Kiesschicht bestehen kann, unterstützt zudem die Geländestruktur. Darauf kommt dann eine Pflanzschicht, danach folgt der zweite Steinkranz- nun etwas nach innen versetzt. Dabei ist ganz besonders auf das vollständige Verfüllen von Ritzen und Hohlräumen zu achten, damit die Konstruktion nicht beim ersten Regenguss in sich zusammenfällt. Rund um die Pflanzen kann ein Abschluss aus einer zwei bis fünf Zentimeter dicken Kiesschicht angelegt werden, die die Wurzelhälse trocken hält und außerdem verhindert, dass die Wurzeln im Winter auf dem kalten nassen Boden des Steingartens aufliegen. Ein weiterer Vorteil der Kiesschicht ist, dass lästiges Unkraut jäten entfällt. Am besten kann diesem Problem jedoch mit einer vorher verlegten Unkrautfolie vorgebeugt werden. Diese Grundform kann nun mit den entsprechenden Pflanzen und gestalterischen Elementen- denkbar ist beispielsweise ein Wasserlauf- Individualität und Einzigartigkeit verliehen werden.

Steingarten anlegen: Tipps und Tricks
Gerade in der ersten „Lebensphase“ des Steingartens ist der Schutz gegen Vögel sehr wichtig. Des Weiteren sollten auch Erosionsschäden regelmäßig beseitigt werden. Durch starke Erosion können Wühlmäuse und Frost die Pflanzen leicht aus dem Boden drücken. Damit die Gewächse keinen Schaden leiden, muss das Bodensubstrat immer wieder aufgefüllt werden. Eine zu starke Verdichtung des Untergrundes ist am Moosbefall erkennbar und kann zum Ersticken der Pflanzen führen, weshalb das Moos regelmäßig zu entfernen ist. Eine Drainage ist in einem Steingarten unbedingt erforderlich, weil die meisten Pflanzen Staunässe überhaupt nicht vertragen und Regen möglichst schnell ablaufen muss. Werden die wichtigsten Punkte beim Anlegen des Steingartens beachtet und die Fläche von Zeit zu Zeit gepflegt, bietet er schon bald eine Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere, Insekten, Schmetterlinge oder sogar Eidechsen.