Steingarten Bepflanzung - verschiedene Blühzeiten kombinieren

Bei der Wahl der Steingarten Bepflanzung sollte man nur Pflanzen nehmen, die sich in der Nähe von Steinen auch wohl fühlen.


Allen Gewächsen in einem Steingarten ist eines gemeinsam: vorübergehende trockene Perioden machen ihnen wenig aus. In erster Linie wird bei der Steingarten Bepflanzung zwischen Kalktoleranten, Kalk fliehenden und saurem Substrat bevorzugenden Pflanzen unterschieden und die Erde darauf abgestimmt. Am wichtigsten für die Bepflanzung sind die so genannten Polsterstauden, die die für einen Steingarten charakteristischen Polster oder Matten erzeugen. Diese Polsterstauden sind mehrjährige krautige Pflanzen, die etwa fünf bis 30 Zentimeter hoch wachsen. Dazu gehören beispielsweise der Teppich-Phlox, Gänsekresse, Schleifenblumen-, die von April bis Juni blühen- oder auch das Blaukissen.

Steingarten Bepflanzung: Blühpflanzen
Aber auch Blühpflanzen wie die Karpaten- Glockenblume- die bei guter Pflege sogar zweimal zwischen Juni und Oktober Blüten bilden- und das Edelweiß, sollten in einem Steingarten zu finden sein. Gartenfreunde, die sich ganzjährig an der Blütenpracht in ihrem Garten erfreuen möchten, sollten bei der Auswahl der Pflanzen darauf achten, dass sich die Blühzeiten der verschiedenen Pflanzen einander abwechseln.

Sträucher, Sukkulenten, Kakteen und Gräser
Kleine Sträucher wie Zwergwacholder und Scheinzypresse eignen sich hervorragend, um sie zwischen den Steinformationen zu platzieren. Ebenso denkbar sind winterharte Kakteen, zu deren bekanntesten Vertretern die Feigen- oder Ohrenkakteen zählen. Zwischen diese stachligen Gesellen lassen sich auch Sukkulenten wunderbar integrieren. Gräser, die eine Wuchshöhe zwischen zehn und 20 Zentimetern aufweisen, können an den Rändern spielerische Übergänge zu anderen Gartenarealen schaffen. Neben einigen Arten der Akelei und der Fetten Henne, die sich vor allem als größere Bewohner in einem solchen Garten eignen, erfreuen sich auch Edelraute, Hungerblümchen, Seifenkraut, Gänsekresse, Wolfsmilch, Frauenmantel, Iris, Breitblattsegge, Rispengras, die Kugelkiefer und auch Enzian großer Beliebtheit.

 

Pflanzenpflege im Garten
Größere Pflanzen gehören entweder in Mulden oder an die Ränder der Fläche, weil auch in der Natur die kleineren Gewächse eher auf den Gipfeln vorkommen. Die 15 bis 20 Zentimeter dicke Pflanzschicht des Steingartens sollte möglichst jeweils zu einem Drittel aus Gartenerde, Kies oder Split und schließlich staubfreiem Sand bestehen.
Ist der Sandanteil dieser Schicht allerdings zu dick, kann es leicht zu einer Art Verschlammung des Steingartens kommen, weshalb die Verwendung gewaschenen Sands empfohlen wird. Auf den Beeten befindliche Bruchsteine lockern nicht nur auf, sondern regulieren den Wärme- und Wasserhaushalt der Pflanzen zusätzlich. Im Frühjahr ist eine ausreichende Versorgung der Pflanzen mit Feuchtigkeit besonders wichtig, weil sie den ganzen Winter ohne Flüssigkeit verbracht haben. Handelt es sich um einen besonders trockenen Standort mit langen niederschlagsarmen Perioden ist ein Wassergraben für die ausreichende Versorgung durchaus angeraten. Das regelmäßige Entfernen von Wildkräutern und Schnecken ist auch in einem Steingarten unerlässlich.