Die Steine als wesentliches Gestaltungselement eines Steingartens sollten möglichst von der gleichen Sorte und einander in der Form ähnlich sein. Zu unruhige Kombinationen oder verschieden große Steine bewirken schnell einen unruhigen Gesamteindruck. Das Gleiche gilt für eckige Steine, die im Gegensatz zu den runden nur wenig Harmonie ausstrahlen. Gesprengte Felsbrocken aus Urgestein wie Granit Porphyr oder auch Basalte eignen sich grundsätzlich nicht für einen Steingarten. Natürlich gilt aber auch hier die Regel: Erlaubt ist, was gefällt.
Steingarten: Steine - alles ist erlaubt
Kalksteine hingegen können sehr reizvoll wirken, wenn sie zusätzlich über Vertiefungen verfügen, ist auch eine Bepflanzung möglich. Kalkgestein verändert den Steingarten durch Verwitterung immer wieder aufs Neue. Das Gleiche gilt für Lavatuff und Lochsteine. Sandstein kann in einem Steingarten am besten als den Boden tragendes Grundgestein verwandt werden.
Zur Abgrenzung von Wasser sollte unbedingtes rundes natürliches unbearbeitetes Gestein genutzt werden, das aber keinesfalls regelmäßig angeordnet sein darf, denn Symmetrie führt schnell zu Langeweile. Ein abwechslungsreicher Garten zeichnet sich durch unterschiedlich großes Gestein aus, das weder düster noch regelmäßig gleich groß sein sollte. Kleine Steine, einzeln oder als Haufen angeordnet wirken schnell sehr unruhig. Gesteinsaufschlüsse beispielsweise an Hohlwegen sind am besten durch verschiedene Gesteinsschichten darstellbar, wobei aber die Ausrichtung der Steine beachtet werden sollte.
Anordnungsprinzipien
Neben einem großzügig bemessenen Zeitrahmen ist bei der Gestaltung besonderes Augenmerk auf die Anordnung der Steine zu legen. Auch hier gilt wie bei den Pflanzen: große Steine haben auf Anhöhen nichts zu suchen. Viel natürlicher wirken Findlinge in Mulden. Um eine authentische Felsenlandschaft nachzustellen, werden diese großen Steine nicht nur einfach hingelegt, sondern zu einem Drittel eingegraben. Dafür wird immer die größte vorhandene Fläche genutzt. Denn das vorrangige Anordnungsprinzip lässt sich folgendermaßen beschreiben: Jedes Element strebt in der Natur danach, den stabilsten und energieärmsten Zustand anzunehmen. Zum anderen sollten auch die Elemente des Steingartens gewissen Belastungen standhalten können. Einzelne besonders schöne Stücke können als Blickfang durchaus herausragen.
Woher kommen die Steine?
Die Steingarten-Steine können entweder in der Natur gesammelt oder auch in einem naheliegenden Steinbruch erworben werden. Mittlerweile haben sich aber auch die meisten Baumärkte auf diesen Trend eingestellt und bieten eine große Auswahl an Gestein und auch Natursteinplatten an. Von der Gestaltung nur mit verschieden Urlaubssouvenirs ist abzuraten, weil durch das bunte Sammelsurium aus Form, Material und Größe keine Harmonie entstehen kann.