Stellungnahme schreiben - so wird's gemacht

Egal ob Unfall, Reklamation oder eine Meinung zu einem Sachverhalt, oft muss man dazu eine Stellungnahme schreiben.


Stellungnahmen zu unterschiedlichen Themen sind wichtig und gehören zum täglichen Leben. Beim Verfassen sollten jedoch einige Punkte beachtet werden, damit die Stellungnahme auch von Erfolg gekrönt ist. Bevor Sie eine Stellungnahme schreiben, müssen Sie darauf achten, wer anschließend der Leser sein wird. Eine richtige Stellungnahme besteht aus zwei Teilen, die Darlegung des Sachverhaltes aus der Perspektive des Verfassers und die anschließende Bewertung des Sachverhaltes. Bei einem Unfall oder Ähnlichem, sollten Sie sich vorab detaillierte Aufzeichnungen zum Sachverhalt machen, damit die konkrete Schilderung leichter fällt.
Die Formulierung beim Stellungnahme schreiben

  • Einer der wichtigsten Punkte ist, dass der Sachverhalt korrekt beschrieben wird. Die Beschreibung muss in der zeitlichen Abfolge dargestellt werden und alle Details, auch wenn diese dem Verfasser für nicht allzu wichtig erscheinen, müssen erwähnt werden.
  • Die Formulierung des Sachverhaltes sollte in kurzen und prägnanten Sätzen erfolgen. Der Verfasser sollte schriftlich festhalten, woher er die Informationen zu dem jeweiligen Sachverhalt erhalten hat. Zum Beispiel kann die folgende Floskel verwendet werden: „Wie in dem Brief von Herrn XYZ vom 20.03.2010 dargestellt…“. Natürlich kann auch Bezug auf diverse Medien genommen werden: „Laut Bericht der Kronenzeitung am 25.03.2010 hat Herr XYZ….“
  • Eine Stellungnahme muss sachlich korrekt sein. Es darf nur die Wahrheit veröffentlicht werden und die Stellungnahme darf nicht zu persönlich werden.

Einige weitere Tipps

  • Beim Abschluss sollte eine Frist gesetzt werden. Der Satz kann zum Beispiel wie folgt lauten: „Sollten Sie nicht bis zum XX.XX.2011 reagieren, sehe ich mich gezwungen….“ Natürlich sollten auf diesen Satz noch eine freundliche Grußformel, Ihre Unterschrift und das aktuelle Datum folgen.
  • Wollen Sie eine rechtliche Stellungnahme schreiben, dann sollten Sie sich auch rechtlich beraten lassen, bevor die selbstverfasste Stellungnahme verschickt wird. Bitte beachten Sie, dass die selbstgeschriebene Stellungnahme auch verantwortet werden muss und der Inhalt gegebenenfalls auch gegen den Verfasser verwendet werden kann.
  • Bei der Schilderung des Sachverhaltes sollte „sie“ oder „er“ vermieden werden. Hier sollte immer der Name – „Herr Huber, Mitarbeiter der Firma XYZ“ – festgehalten werden. In diesem Fall kann es zu keinen Missverständnissen kommen.