Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung kann die Angehörigen finanziell entlasten, denn Beerdigungen sind leider sehr teuer. Leider scheinen die meisten Angebote besser, als sie in Wirklichkeit sind.


Eine gute Vorsorge ist in allen Lebenslagen wichtig, so sollte auch für die eigene Bestattung oder der eines Angehörigen vorgesorgt werden. Doch nicht immer ist dies möglich. So wollen und können sich manche Menschen nicht mit dem nahenden Tod abfinden. Nicht selten treten auch unvorhersehbare Todesfälle ein. Mit der Sterbegeldversicherung sollen somit nach dem Tod die Beerdigungskosten und andere Abwicklungen durch das Geld der Versicherung gedeckt werden. Begräbnisse sind sehr teuer und da die Krankenkassen seit 2004 kein Sterbegeld mehr zahlen, werden die Hinterbliebene durch die Versicherung nicht belastet. Somit soll also ein „Abgang in Würde“ gesichert sein.

Verträge
Je nach Vertrag kann sich der Versicherte aussuchen, ob er einmalig einzahlen möchte oder monatlich. Die Einzahldauer beträgt in den meisten Fällen 25 Jahre mit monatlichen 10, 20 oder gar 40 Euro. Jedoch laufen manche Versicherungen auch bis zum Lebensende. In einigen Fällen steigt der Betrag auch mit dem Alter. Tritt der Tod ein, liegt die Versicherungssumme in der Regel unter 10.000 Euro. Sehr teuer wird es für Senioren, da die Versicherungen die Beiträge auch nach dem Sterberisiko auswählen. Eine Gesundheitsprüfung vor Vertragsabschluss ist aus diesem Grund nicht ungewöhnlich. Doch ausgezahlt wird nicht immer. Viele Verträge beinhalten eine Klausel, die besagt, dass die volle Versicherungssumme erst nach dem dritten Versicherungsjahr ausgezahlt wird. Stirbt der Versicherte früher, wird in den meisten Fällen nichts gezahlt. Wenige Versicherer zahlen lediglich die Hälfte der Summe.

Kritik
Obwohl sich die Sterbegeldversicherung für den Verbraucher als guter Vorsorgeschutz anhört, tritt fast in jedem Fall das Gegenteil ein. Vergleicht man die gesamte Beitragssumme mit der, die nach dem Tod ausgezahlt wird, ist es ein einziges Verlustgeschäft. Lohnen würde es sich nur, wenn ein junger, gesunder Mensch kurz nach Versicherungsabschluss sterben würde. Die Sterbegeldversicherung ist ein richtiges „Renditegrab“, sagt Stiftung Warentest.