Sterilisation der Frau - Verschiedene Methoden

Bei der Sterilisation der Frau werden die Eileiter verschlossen. Problem dabei kann sein, dass bei der Verletzung Infektionen entstehen oder dass bei dem Eingriff andere Organe verletzt werden.


In Deutschland entscheiden sich acht Prozent der Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter für eine Sterilisation. Frauenärzte raten generell von diesem irreversiblen Eingriff vor dem 35. Lebensjahr ab, da es bei jüngeren Frauen häufig doch noch zu einem Kinderwunsch kommt. Daher sollte sich eine Frau, die sich für einen solchen Eingriff entscheidet, absolut sicher sein, dass sie keine Kinder mehr möchte.

Verschließen der Eileiter
Bei der Sterilisation der Frau werden die Eileiter verschlossen. Dieser Eingriff findet unter Vollnarkose statt, dauert je nach Methode bis zu einer halben Stunde. Dies erfolgt entweder durch zugeführte Hitze, bei der nicht selten sogar der Eileiter durchtrennt wird. Weitaus weniger risikoreich ist die Anwendung von Kunststoff-Clips, die den Eileiter stellenweise abdrücken. Eine neuartige Möglichkeit der Sterilisation ist die Essure Methode. Hier wird eine Mikrospirale, die das Wachstum des Bindegewebes anregt, in die Eileiter eingesetzt. So verschließen sich die Eileiter von selbst. Der Eisprung findet weiterhin statt, das Ei löst sich in der Bauchhöhle auf. Auch die Monatsblutung findet statt wie gewohnt.

Verschiedene Methoden
Am häufigsten wird die laparoskopische Sterilisation angewendet. Dabei wird das Instrument zum Verschließen der Eileiter durch einen kleinen Schnitt im Bauchnabel eingeführt. Während alle weiteren Methoden einen stationären Aufenthalt beinhalten, können die laparoskopische Sterilisation sowie die Essure Methode ambulant durchgeführt werden. Auch durch einen Schnitt in der Scheidenhinterwand kann das Instrument zu den Eileitern gelangen. Diese Variante wird allerdings selten angwendet, da ein hohes Infektionsrisiko besteht.

Eine weitere Methode ist die Sterilisation durch eine Bauchspiegelung. Diese Operation wird als Tubensterilisation (Tuba = Eileiter) bezeichnet. Unter Vollnarkose werde die Eileiter abgeklemmt oder verschweißt (Thermokoagulation). Oft werden sie zusätzlich durchtrennt, damit keine Eizellen mehr in die Gebärmutter gelangen können.

Risiken
Problematische Folgen einer Sterilisation können Infektionskrankheiten oder die Verletzung anderer Organe sein. Werden bei der Bauchspiegelung die Bauchfellbänder versehentlich beschädigt, kann es zu einer Unterversorgung der Eierstöcke und damit zu einem früheren Eintreten der Wechseljahre kommen. Auch das Risiko einer Eileiterschwangerschaft ist nach einem solchen Eingriff erhöht . Vorbeugend besteht deshalb die Möglichkeit, den Ansatz der Eileiter an die Gebärmutter elektrisch zu veröden.

Kosten
Bei der Sterilisation der Frau muss die Patientin einer Summe zwischen 500 bis 1.000 Euro rechnen. Gesetzliche sowie private Krankenkassen übernehmen diese Kosten nur noch in einem medizinisch notwendigen Fall.