Steroide/Corticosteroide: Kortison

Eines der bekanntesten Rheuma Medikamente ist Kortison. Leider ist die Einnahme mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden.


Der stärkste zurzeit bekannte Entzündungshemmer ist das Kortison, weswegen es eines der bekanntesten Rheuma Medikamente ist. Mit der Einnahme des Medikaments verschwinden aber nicht nur die Entzündungsherde und die damit verbundenen Schmerzen. Auch wirkt das Kortison ganz allgemein positiv auf die Symptome einer rheumatischen Erkrankung.

Nicht für Langzeitbehandlung
Eine anhaltende positive Wirkung zeigt jedoch auch dieses Medikament nicht. Anzumerken ist also auch hier, dass die Anwendung des Arzneimittels Cortison bei rheumatischen Erkrankungen keine Heilung im Sinne eines kompletten Verschwindens der Erkrankung mit sich bringt. Sobald das Cortison abgesetzt wird, kommt es zu einer Wiederkehr der Entzündungen und damit auch zu einer Rückkehr der Krankheitssymptome. Da jedoch die vielen unerwünschten Nebenwirkungen des Cortisons bei hoher Dosierung und längerem Konsum zu stark zu Buche schlagen, kommt das Medikament für eine Langzeitbehandlung nicht infrage.

Nebenwirkungen der Steroide/Corticosteroide
Als Nebenwirkungen des Cortisons bei Anwendungen, die den gesamten Körper umfassen, sind in erster Linie Muskelschwäche und Muskelschwund, verzögerte Wundheilung, Schädigungen der Augen (unter anderem Grauer Star), eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels und des Infektionsrisikos sowie negative Blutbildveränderungen bekannt. Ausdrücklich betont sei, dass die aufgelisteten Nebenwirkungen nur einen Teil der Beeinträchtigungen ausmachen, die von Kortison hervorgerufen werden können. Da diese – abhängig von Dosierung, Vor- und Begleiterkrankungen und Rheumatyp – sehr umfangreich sein können, sollen hier lediglich die am häufigsten auftretenden genannt werden. Deswegen sollte man auch unbedingt andere Rheuma Medikamente in Betracht ziehen.

Weitere Nebenwirkungen:

  • Gesteigerter Appetit und infolgedessen Gewichtszunahme
  • Einlagerung von Wasser („Vollmondgesicht“)
  • Verringerung des Kalksalzgehalts in den Knochen (Knochenschwund)
  • Gesteigerter Augeninnendruck
  • Linsentrübung
  • „Stiernacken“
  • Hautausschläge und Akne