Steuererklärung für Studenten – So gelingt's

Eine Steuererklärung für Studenten ist keinesfalls eine Pflicht, aber dennoch ratsam und profitabel für arbeitende Studenten, da normalerweise immer mit einer Steuerrückerstattung zu rechnen ist.


Wer seine Steuererklärung macht, kann im Normalfall davon ausgehen, dass mit einer Rückerstattung zu rechnen ist. Einbehaltene Lohnsteuer, die eben nur über den Jahresabschluss mit der Steuererklärung zurückgezahlt wird, ist nicht zu verachten. Diese sind generell absetzbar und deshalb lohnt sich die Mühe alle Rechnungen, Quittungen oder sonstige Ausgaben aufzulisten und eine Steuererklärung für Studenten einzureichen.

Worauf bei einer Steuererklärung für Studenten besonders zu achten ist

  • Ein Student, der nebenbei einen Job ausübt, muss bei der Steuererklärung besonders darauf achten, dass gewisse Grenzen der Arbeitszeiten für ihn gelten. Ansonsten ist er wie ein normaler Angestellter zu behandeln. 
  • Ein weiterer Unterschied ist eben die verkürzte Arbeitszeit und das geringere Jahreseinkommen eines Studenten. Da ein Student mit einem Minijob beispielsweise unter dem Grundfreibetrag, etwa 10.700 Euro pro Jahr, liegt, werden ihm die gesamte einbehaltene Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag komplett zurückerstattet.
  • Auch Studenten ohne eigenes Einkommen können eine Steuererklärung abgeben, da sie besonders viele Sonderausgaben haben wie beispielsweise Fahrtkosten, Studiengebühren, Semestergebühren oder Kosten für Fachliteratur.

Freibeträge für Studenten und rechtliche Möglichkeiten

  • Der Freibetrag einer Steuererklärung für Studenten beträgt 8.004 Euro jährlich. Alles, was darüber hinaus verdient wird, muss steuerlich verrechnet werden. Es ist ratsam, genau zu rechnen und zu prüfen wie viel Geld letzten Endes auf dem Konto eines Studenten eingeht inklusive BaföG-Zahlungen, Kindergeld, Minijob-Gehalt oder sonstige Zahlungseingänge. Hier ist auch wieder zu beachten, dass BaföG generell steuerbefreit ist ebenso wie das Kindergeld. Diese beiden Beträge werden auf der Steuererklärung der Eltern vermerkt. 
  • 8000 Euro Einnahmen im Jahr sind jedoch nicht viel und dieser Betrag ist schnell überschritten. Dann allerdings ist der Student verpflichtet, eine Steuererklärung zu machen. Angeben muss er unter anderem sämtliche Zinsen aus Guthaben von einem Studentenkonto oder Einkünfte aus Kapitalvermögen und natürlich sämtliche Einkünfte aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit.

Absetzbare Kosten

  • Die Werbungskostenpauschale in Höhe von 920 Euro gilt bei der Steuerklärung für Studenten ebenfalls. Hierüber kann normalerweise Arbeitskleidung abgesetzt werden. Das entfällt bei Studenten meistens, aber auch Fachliteratur kann darüber verrechnet werden. Dieser Betrag steht jedem generell zur Verfügung und muss nicht detailliert nachgewiesen werden, wohl aber, wenn es sich um einen höheren Betrag behandelt. Dieser muss dem Finanzamt durch Rechnungen, Quittungen oder Belege nachgewiesen werden.
  • Bei der Steuererklärung für Studenten können auch Sonderausgaben geltend gemacht werden. Darunter fallen unter anderem Unterhaltskosten für das eigene Kind, Kirchensteuern, Spenden oder aber auch allgemeine Bildungskosten, wie eben die Studiengebühren. Hierfür sind Einzelbelege separat auszufüllen.
  • Diese steuerlichen Absetzbarkeiten gelten allerdings nur für das erste Studium. Bei einem Zweitstudium wird es schwierig, es sei denn, es kann als Erweiterungsstudium angegeben werden.