Stilltipps: Richtig Stillen

Richtig Stillen will gelernt sein - Hier unsere Stilltipps für junge Mütter!


Legen Sie das Neugeborene– wenn möglich – innerhalb der ersten Lebensstunden das erste Mal an, denn jetzt ist der Saugreflex am stärksten. So kann sich das richtig stillen gleich optimal einspielen. Später ist es vor allem wichtig, dass Sie sich nicht unter Druck setzen, denn Stress hat negativen Einfluss auf die Milchbildung. Auch sollten keinerlei Ablenkungen, beispielsweise durch Fernseher, vorhanden sein. Eine angenehme, ruhige Atmosphäre ist die ideale Grundvoraussetzung für eine gelungene Füttermahlzeit. Gehen Sie zunächst auf die Toilette, denn ein Stillvorgang kann, gerade zu Beginn, auch mal länger dauern. Ebenfalls wichtig: eine bequeme Sitz- oder Liegeposition, in der Sie längere Zeit schmerzfrei sitzen können. Ihr Kind sollte Ihnen immer zugewandt sein, sodass es sich nicht zur Brust drehen muss. Vor dem Anlegen sollte sich die Nase des Babys auf der Höhe Ihrer Brustwarzen befinden, dies ist die perfekte Ausgangsposition für das spätere Stillen. Zu beachten ist außerdem, dass Sie Ihr Kind immer zur Brust führen, nicht umgekehrt, denn ständiges Vorbeugen führt schnell zu schmerzhaften Verspannungen und Rückenschmerzen. Führen Sie den Stillvorgang immer an beiden Brüsten durch, damit alle Milchkanäle erfolgreich geleert werden können.

Richtig Stillen: der Rhythmus
Anfangs (in den ersten sechs Wochen) hat Ihr Kind noch keinerlei Zeitempfinden, auch das Gefühl für Tages- und Nachtzeiten fehlt völlig, ein fester Essens- und Schlafplan ist daher nicht anzuraten. Säuglinge sollten immer nach Bedarf gestillt werden, das heißt, wenn es unruhig wird oder schreit, sollte es angelegt werden. Die Milchmenge wird sich nach den Bedürfnissen des Kindes richten. Wenn es mehr Hunger hat, wird es öfter angelegt, dies wiederum fördert den Milchbildungsreflex, es wird also auch mehr Milch produziert. In den ersten Tagen sollten Sie Ihr Kind alle vier bis sechs Stunden anlegen, dann werden die Pausen zwischen den einzelnen Mahlzeiten länger. Anfangs muss auch in der Nacht noch gestillt werden, denn das Kind kann noch nicht auf Vorrat trinken, zu einem späteren Zeitpunkt genügt eine letzte Stillmahlzeit kurz vor dem Schlafengehen.

Immer mit der Ruhe
Bewahren Sie Ruhe, auch, wenn Ihr Kind mal keinen Hunger zeigt. Im Regelfall wird es sich melden, wenn es Hunger hat. Wenn allerdings über einen längeren Zeitraum das Gewicht stagniert und Ihr Kind auch sonst einen unruhigen und kränklichen Eindruck macht, sollten Sie den Hausarzt aufsuchen.