Storchenschnabeltee - von Halsschmerzen und unerfüllten Wünschen

Storchenschnabeltee ist seit langem in Volksmedizin und Heilkunde verbreitet.


Die Storchenschnäbel sind den meisten Menschen eher unter dem Namen Geranien geläufig. Sie dienen als Balkonschmuck und verschönern Parks. Aber einige Arten sind auch als Heilpflanze einsetzbar.

Herkunft und Verbreitung
Die Familie der Storchenschnabelgewächse oder Geraniaceae umfasst mehr als 400 Arten und ist auf der ganzen Welt verbreitet. Die einzelnen Arten sind an verschiedene Lebensräume angepasst und kommen längst nicht nur in Blumenkästen und Beeten, sondern auch an Waldrändern, auf Wiesen oder auf Ödland vor. Die Pflanzen bevorzugen in der Regel feuchte Böden. Den Namen verdanken sie der Form ihrer Fruchtstände, die an den langen Schnabel des Storchs erinnert. Die typischen Balkongeranien sind Züchtungen und Weiterentwicklungen einiger Arten und wurden als Zierpflanzen in die ganze Welt verbreitet. Geranien sind genaugenommen nur ein Zweig der Storchenschnabelfamilie. Bereits im Mittelalter wurden in Europa die Heilkräfte der heimischen Storchenschnabelarten genutzt.

Storchenschnabeltee hilft gegen Entzündungen
Unter dem Namen Ruprechtskraut ist der Storchenschnabel seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. Der Storchenschnabel enthält Gerbstoffe. Diese Gerbstoffe wirken adstringierend, also zusammenziehend, und entzündungshemmend. Aufgrund dieser Wirkung ist Storchenschnabeltee gut dafür geeignet, Entzündungen des Mund- und Rachenraumes zu bekämpfen, indem mit dem Tee gespült oder gegurgelt wird. Die weitverbreitete Meinung, Storchenschnabeltee helfe bei Kinderlosigkeit, stammt ebenfalls aus dem Mittelalter und ist der Volksmedizin zuzurechnen. Eine fruchtbarkeitsfördernde Wirkung ist bislang nicht erwiesen oder aufgrund der Inhaltsstoffe anzunehmen. Um Paaren mit Kinderwunsch zu helfen, soll der Tee von Frau und Mann mehrmals täglich getrunken werden.

Zubereitung
Um einen Storchenschnabeltee zuzubereiten, nehmen Sie einen gehäuften Teelöffel getrockneten Storchenschnabel pro Tasse und gießen ihn mit heißem Wasser auf. Lassen sie den Aufguss sieben bis acht Minuten ziehen und seihen Sie ihn danach ab. Mit dem fertigen Tee können sie dann gurgeln und Mundspülungen durchführen.