In der modernen Schmerztherapie findet die Stoßwellentherapie vielseitigen Einsatz als Behandlungsmethode für die verschiedensten Krankheiten. Seit nun über 30 Jahren wird die Stoßwellentherapie in der Urologie zur Zertrümmerung von Nierensteinen und Steinen in den Harnwegen eingesetzt. Anfang der 1990er Jahre entdeckten Ärzte, dass die Stoßwellentherapie auch bei Gelenkserkrankungen wie der Kalkschulter oder Tennisarm den Heilungsprozess begünstigt. Denn die Stoßwellen regen nicht nur das Knochenwachstum an, sondern fordern auch die Entstehung neuer Blutgefäße.
Bei Rückenschmerzen und chronischen Verspannungen
Immer mehr Menschen leiden unter Rückenschmerzen, Verspannungen, chronischen Kopfschmerzen oder anderweitigen Beschwerden, die im Zusammenhang mit dem Bewegungsapparat stehen. Die Stoßwellentherapie findet auch in diesen Bereichen zur Linderung der Schmerzen erfolgreichen Einsatz. Meist lösen sogenannte Trigger die Schmerzen aus. Werden diese mit der dafür entwickelten Radialen Stoßwellentherapie behandelt, kommt es bei vielen Patienten zur Verbesserung der Schmerzsymptomatik, bei mehrmaligen gezielten Anwendungen über einen längeren Zeitraum sogar zu einer Heilung. Die Trigger werden aufgelöst und verursachen keine Schmerzen mehr. Weitere positive Effekte dieser Behandlungsmethode sind die Anregung des Stoffwechsels, was die körpereigenen Reparaturmöglichkeiten beschleunigt und unterstützt. Daher gehört die Stoßwellentherapie in der Schmerztherapie zu den modernsten Behandlungsmöglichkeiten.
Wie entstehen Trigger?
Der englische Begriff Trigger wird mit dem deutschen Wort „Abzug“ übersetzt und steht normalerweise im Zusammenhang mit Schusswaffen. In der Medizin benutzt man den Begriff als Auslöser von Schmerzen. Denn ein Trigger ist eine verkürzte Muskelfaser, die sich unter Dauerbelastung zu einem Knötchen bildet und somit zu einer chronischen Verspannung des Muskels führt. Auswirkungen dieser Verspannung sind Fehlhaltungen und Fehlbelastungen des Gelenkapparates. Folge davon kann die Entstehung von Arthrose sein, besonders dann, wenn der Knorpel durch die Fehlhaltung stark abgenutzt wird. Erste Anzeichen hierfür können sowohl Bewegungseinschränkungen, z. B. beim Sport oder beim Treppensteigen oder Schmerzen beim Bewegen des Gelenks sein.
Stoßwellentherapie als Alternative
Zwar konnte die exakte Wirkungsweise der Stoßwellentherapie bisher nicht wissenschaftlich im Zusammenhang mit anderen Behandlungsmethoden eindeutig nachgewiesen werden. Dennoch bringt sie bei den meisten Patienten eine deutliche Verbesserung der Symptome und kann durchaus als Alternative zu den sonstigen Therapien mit Schmerzmitteln, Kortison und Entspannungstechniken gesehen werden. Auch bei der physikalischen Therapie kann die Stoßwellentherapie unterstützend auf die Verbesserung des Krankheitsbildes wirken. Die Stoßwellentherapie ist eine schmerzfreie Behandlung und wird ambulant durchgeführt.