Stress als Auslöser einer Erektionsstörung

Stress gilt als Auslöser einer Erektionsstörung schlechthin. Wenn es wieder Spaß machen soll, müssen Sie an sich arbeiten.


Wenn es im Schlafzimmer so richtig heiß hergeht, im Hintergrund sanfte Musik läuft, Kerzen für eine anheimelnde Atmosphäre sorgen und der Champagner erwartungsvoll auf das Nachspiel wartet, sollte man mit den Gedanken bei der Partnerin und seinen eigenen Wünschen sein. Ganz schlecht ist es, wenn sich im Kopf nun die Zahlen des letzten Geschäftsberichts oder der Termin für das nächste Meeting tummeln. Da kann auch die schönste Stimmung die Situation nicht mehr retten. Denn wer sich nicht entspannen kann, ist auch nicht zu einer erfüllenden Sexualität fähig.

Körper in Alarmbereitschaft
Stress ist heutzutage ein überaus negativ bewertetes Wort, dabei ist er verantwortlich für unser Überleben – zumindest in der Vergangenheit war das so. Bei Gefahr wurde der Körper auf die Alarmsituation eingestellt, damit er schnell reagieren konnte – entweder mit Flucht oder Angriff. Der ganze Körper wurde mobil gemacht. Puls, Atemfrequenz und Blutdruck steigen rasant an, damit genug Energie zur Verfügung steht, wird Traubenzucker (Glukose) aus der Leber freigesetzt. Die Durchblutung sowohl der Haut als auch der Verdauungsorgane wird vermindert. Die Muskeln spannen sich an und es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Kortisol und vonn Adrenalin. Alle Sinne sind geschärft.

Körperliche Folgen von Dauerstress
Was evolutionär mal ganz nützlich war, kann heute krank machen. Dauert Stress längere Zeit ununterbrochen an, sinken die Abwehrkräfte und die Anfälligkeit für Infekte steigt. Der Hormonhaushalt gerät außer Kontrolle und es kommt zu andauerndem Bluthochdruck. Dieser wiederum ist Gift für die Arterien, die langsam geschädigt werden. Ist die Durchblutung nicht mehr gewährleistet, wird aus einer einmaligen Erektionsstörung bald ein dauerhafter Zustand.

Lustkiller Stress
Es gibt wohl kaum einen größeren Lustkiller als Stress. Wenn man soviel arbeitet, dass man körperlich und psychisch erschöpft ist, möchte man seine verbliebenen Kräfte sicher nicht noch in eine heiße Sexnacht stecken. Wenn der Stress so groß ist, dass das Bett nur noch zum Schlafen da ist, muss sich etwas ändern. Neben Stress kann auch Angst zu Erektionsproblemen führen. Die Furcht, den Erwartungen im Job und der Beziehung nicht mehr gerecht werden zu können, verunsichert ihn mitsamt seinem besten Stück. Und wer Angst verspürt, kann nicht entspannen. Wer nicht in der Lage ist, sich ganz fallenzulassen, kann auch keine sexuelle Erregung verspüren.

Sich entspannen können
Wer unter einer Erektionsstörung leidet, kann sich ganz „einfach“ selbst behandeln, indem er Stress abbaut. Dazu muss nicht nur das Arbeitspensum heruntergeschraubt werden, auch in der Freizeit sollte Mann den Mut haben, einfach mal die Seele baumeln zu lassen, anstatt sich auch hier wieder voll zu verplanen. Da jeder anders ist, kann man kein generelles Entspannungsrezept geben. Finden Sie heraus, was Ihnen guttut. Powern Sie sich beim Sport aus, wenn Sie den ganzen Tag sitzend am PC verbracht haben. Unternehmen Sie etwas mit Freunden und nehmen sich selbst nicht mehr ganz so ernst. Humor ist immer noch der beste Stresskiller.