Stress am Arbeitsplatz - Sind Sie reif für die Insel?

Zu viel Stress am Arbeitsplatz kann tatsächlich krank machen. Viele Menschen unterschätzen die Folgen, die daraus resultieren können. Man unterscheidet in positiven und negativen Stress


Stress am Arbeitsplatz ist einer der Hauptgründe dafür, dass Arbeitnehmer im Job lange fehlen. Dabei ist Stress nicht gleich Stress! Es gibt den positven, den Eustress, und den negativen, den Distress.

Dabei ist Stress kein eindeutig zu definierender Begriff. Im Wesentlichen geht es um unsere Anpassungsfähigkeit an äußere Anforderungen, wobei unsere seelische Verfassung und unsere Belastbarkeit eine große Rolle spielen. Stress entsteht in uns und ist ein subjektives Empfinden. Positiv oder negativ!

Positiver Stress (Eustress)
Er wird positv wahrgenommen und ist eine gute Herausforderung. Der Eustress wirkt belebend, wie eine Triebfeder, kann uns zu Höchstleistungen motivieren und Freude bereiten. Und unser Selbstvertrauen steigern.

Negativer Stress (Distress)
Er wird negativ empfunden. Langfristig wirkt er sich nachteilig auf unsere Leistungsfähigkeit und Gesundheit aus. Dabei sind keine großen Ereignisse, auf die wir reagieren müssen, nötig. Negativer Stress kann in sehr kleinem Rahmen passieren. Ein Gefühl der Überforderung kann sich in uns ausbreiten, wenn sich viele Widrigkeiten ereignen, Erfolge ausbleiben und wir nicht genug Anerkennung erhalten. Wenn wir subjektiv das Gefühl haben, dass unsere Fähigkeiten, Kräfte und Möglichkeiten den äußeren Anforderungen nicht genügen, kann es zu Distress kommen.

Häufige Stressauslöser sind Lärm, Reizüberflutung (z. B. viel Fernsehen oder PC-Spiele), Krankheit, Ärger, Stress am Arbeitsplatz oder Leistungsdruck.

Werden Sie Ihr eigener Stressmanager
1.
Gesunder Stress ist gut und hiflt Ihnen. Machen Sie sich das bewusst, und finden Sie Ihr eigenes persönliches Maß.

2.
Laden Sie sich nicht zu viele Aktivitäten auf. Kalkulieren Sie die Zeit für Ihre Arbeit, Ihre Hobbies oder die Familie realistisch. Stress ist vielfach "hausgemacht". Setzen Sie Prioritäten. Weniger ist oft mehr!

3.
Führen Sie einen Terminplan im Job, und rechnen Sie Ruhephasen für sich ein. Und bei Terminen immer etwas mehr Zeit als nötig!

4.
Lernen Sie, sich zu entspannen. Gegebenenfalls mit Hilfe von Autogenem Training. Es kann Ihre Belastbarkeit steigern.

5.
Lösen Sie Probleme nicht, wenn Sie im Stress sind. Im Stresszustand ist Ihre Konzentrationsfähigkeit geringer, und sie blicken nicht "klar" durch.

6.
Suchen Sie sich ein Ventil für Ihren negativ empfundenen Stress. Wandeln Sie ihn in positve Aktivitäten um. Machen Sie Spaziergänge, treiben Sie Sport, machen sie Dinge, an denen Sie Freude haben.

 

7.
Darüber hinaus gibt es pflanzliche Beruhigungsmittel, die Ihnen möglicherweise mehr innere Ruhe verschaffen können. Sprechen Sie aber vorab mit Ihrem Arzt, und vermeiden Sie Selbstmedikation. Baldrian, Johanniskraut, die Kava-Kava Wurzel oder Melisse gelten als beruhigende Pflanzen.

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