Jeder kennt und fürchtet Stress. Zu Recht, denn Stress ist nicht nur unangenehm, sondern kann auf Dauer richtig krank machen. Ständige innere Anspannung, beispielsweise aufgrund von Ängsten oder Beziehungsproblemen, führt zu einer Belastung des gesamten Organismus. Die Abwehrfähigkeit des Immunsystems ist herabgesetzt, eine stärkere Anfälligkeit für Krankheitserreger ist die Folge.
Stress - ein gesellschaftliches Problem
Die finanziellen Auswirkungen von Stress sind bedeutend. Experten schätzen die Kosten für medizinische Behandlung, Fehlzeiten am Arbeitsplatz und Produktionsausfälle, die nur aufgrund von Stress entstehen, auf mehr als 30 Milliarden Euro im Jahr.
Ein wenig Stress macht uns aktiv und leistungsfähig, ein Übermaß an Stress aber macht uns krank. Was der einzelne als Stress was noch als positiver, motivierender Leistungsdruck erlebt, ist individuell sehr unterschiedlich. Häufigkeit und Dauer der Belastung spielen eine Rolle, wobei das persönliche Empfinden immer im Vordergrund steht. Bei starken psychischen Belastungen wie Verlust- und Existenzängsten oder Einsamkeit, kann Stress zum krankmachenden Dauerzustand werden. Doch auch Lärm, Über- oder Unterforderung, mangelnder Schlaf oder die Angst, zu versagen, setzen die Seele unter Druck und können zur vermehrten Produktion von Stresshormonen führen.
Stress Symptome
Die Folge sind klassische Stress Symptome wie Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, nervöse Unruhe und Gereiztheit. Vor allem der Magen-Darm-Trakt reagiert sehr sensibel auf Stress. Es kann daher zu Magenschmerzen, Durchfall oder Geschwüren kommen. Verkrampfungen und Verspannungen der Muskeln führen ebenfalls zu Schmerzen. Auch Allergien können durch Stress ausgelöst werden. Hält der Stresszustand an, wird das Immunsystem geschwächt. Steigt der Druck auf die Psyche, steigt im Körper auch der Blutdruck an, die Folge ist oft Bluthochdruck. Im schlimmsten Fall kann dauernder Bluthochdruck zu einer Diabetes oder einem Herzinfarkt führen. Gute Gründe, Stress sehr ernst zu nehmen!
Stressmanagement
In Stressphasen ist Stressmanagement enorm wichtig. Es verhindern, dass der tägliche Stress zu Krankheiten führt.
Wer Körper und Geist immer wieder Entspannungsphasen gönnt, ist weniger anfällig für stressbedingte Krankheiten. Wirksam sind vor allem Entspannungstechniken, bei denen man lernt, gezielt mit Stress umzugehen. Methoden wie Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder Yoga sind in letzter Zeit zu Recht sehr in Mode gekommen. Auch spezielle Atemtechniken beruhigen die gereizten Nerven. Die Kosten für Entspannungs-Kurse werden inzwischen von vielen Krankenkassen erstattet. Doch auch pflanzliche Arzneimittel wie Baldrian oder Hopfen wirken beruhigend. Das traditionelle Heilmittel Johanniskraut hält die Stimmung auf und kann bei Ängsten und depressiven Verstimmungen helfen. Auch bestimmte Düfte wirken entspannend und beruhigend auf unsere Sinne ein. So gilt das ätherische Öl der Melisse als nervenberuhigend und krampflösend. Sein Duft hilft bei innerer Anspannung und Nervosität und kann gut zum Einschlafen angewendet werden.
Unterschätzen Sie bei Stress nicht die positive Wirkung von Berührungen. Als wirksam hat sich vor allem die Akupressur erwiesen. Nach der chinesischen Lehre sind viele Beschwerden auf eine Störung des Energieflusses im Körper zurückzuführen. Bei der Akkupressur wird durch sanften Druck und Reibung an bestimmten Körperstellen der gleichmäßige Fluss der Lebensenergie wieder in Gang gesetzt. Die angenehmen Berührungen können verkrampfte Muskeln lockern und helfen gegen Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen.