Studentische Zeitarbeit: Während des Studiums Geld verdienen

Zeitarbeit hat kein besonders gutes Image. Dabei profitieren besonders Studenten von dieser Möglichkeit, während des Studiums mit einem flexiblen Job Geld zu verdienen. Zudem sammeln sie wertvolle Erfahrungen, die den Einstieg ins Berufsleben erleichtern.


Immer mehr Studenten sind auf Nebenjobs angewiesen, um ihr Studium mitzufinanzieren. Studentische Jobbörsen an Universitäten sind eine beliebte Anlaufstelle, um einen Job zu finden. Was dort angeboten wird, ist allerdings sehr unterschiedlich und reicht von der einfachen Umzugshilfe über den Kneipenjob bis zum Einsatz als Messehostess.

Herausforderung Nebenjob: Arbeitszeiten, Gehalt, Referenzen

  • Arbeitszeiten: Nicht immer sind die Arbeitszeiten gut mit dem Studium zu vereinbaren. Handelt es sich beispielsweise um einen Job in der Kneipe, kann das schnell zu Abwesenheit in morgendlichen Vorlesungen führen. Überlegen Sie sich daher gut, welcher Job zu Ihnen, Ihrem Studium und aktuellem "Stundenplan" passt. Haben Sie ein Semester lang oft erst am Nachmittag Vorlesungen, sind auch Jobs in der Gastronomie kein Problem.
  • Gehalt: Die Löhne liegen oft deutlich unter dem erwarteten Niveau. Das nehmen viele Studenten in Kauf genommen, da sie auf die zusätzliche Einnahmequelle angewiesen sind. Wenn Sie allerdings etwas Zeit in die Nebenjobsuche investieren, lässt sich meist ein lukrativer Job finden.
  • Berufserfahrung: Der ideale Job während des Studiums bereitet Sie auf Ihre spätere Karriere vor. Nicht selten werden Sie jedoch feststellen, dass die Suche nach einem geeigneten Nebenjob oft in einem schlecht bezahlten Job führt, in dem Sie keinerlei Wissen für Ihren beruflichen Werdegang erlangen. Intensive Recherche, professionelle Hilfe oder gegebenenfalls eine Ausweitung ihres Suchgebietes macht es sicherlich möglich, eine passende Einnahmequelle zu finden. Geben Sie nicht auf!

Alternative zu Kneipe und Co.

  • Deutlich angenehmer kommen Studenten an einen lohnenden und flexiblen Job, wenn sie sich an Zeitarbeitsfirmen wenden, die sich auf Studentenjobs spezialisiert haben. Ein erfolgreiches Konzept dafür hat zum Beispiel Jobmensa.de aufgestellt. Diese Seite, aber auch andere Jobportale sind speziell auf Studenten ausgerichtet und verzeichnen hohe Erfolgsquoten.
  • Das Prinzip ist recht simpel: Als Student hinterlegen Sie auf der entsprechenden Webseite Ihr Profil mit Lebenslauf, Zeugnissen und Empfehlungsschreiben. Erreicht die Zeitarbeitsfirma das Jobangebot eines Unternehmens, wird die Datenbank der registrierten Profile nach geeigneten Bewerbern durchsucht. Gehören Sie zu den passenden Kandidaten, werden Sie über das Jobangebot informiert. Dies geschieht per E-Mail, wobei Sie meist mehrere Jobangebote gesammelt erhalten, aus denen Sie das passende auswählen können.
  • Als integrierten Service bieten die Jobportal-Anbieter außerdem eine Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch an. So sind Sie gerüstet, da Ihnen das Wissen rund um das Unternehmen sozusagen auf dem Silbertablett serviert wird. Dies bedeutet außerdem eine Zeit- und Aufwandsersparnis auf Ihrer Seite.
  • Klappt alles, arbeiten Sie bei dem entsprechenden Unternehmen und sind bei der Zeitarbeitsfirma sozialversicherungspflichtig angestellt – das Prinzip ist dasselbe wie bei herkömmlicher Zeitarbeit. Ein merklicher Unterschied ist jedoch, dass die Angebote speziell auf Sie als Studenten zugeschnitten sind.

Checkliste für Studenten

  • Flexibilität: Üblicherweise wird an Zeitarbeit kritisiert, dass sie hohe zeitliche und örtliche Flexibilität erfordert. Doch genau das ist der attraktive Vorteil für Studenten. Während des Studiums haben Sie eher die Möglichkeit, abends, am Wochenende oder im Schichtdienst zu arbeiten und sind auch kurzfristig verfügbar. Besonders in der vorlesungsfreien Zeit ist es für viele Studenten auch denkbar, an anderen Orten zu arbeiten, wenn der Job angemessen entlohnt wird. Wenn Ihr Stundenplan und Ihre Freizeitgestaltung es zulassen, können Sie mit der nötigen Flexibilität und Mobilität so an verschiedenen Arbeitsplätzen tätig sein.
  • Faire Bezahlung: Als Student bevorzugen Sie vermutlich eine sicher kalkulierbare Bezahlung, um Ihr Budget planen zu können – Auch in dieser Hinsicht können Zeitarbeitsfirmen von Vorteil sein. Auch wenn die Arbeitsstelle wechselt, bleibt der Lohn für Sie berechenbar. Die Untergrenze bildet ein festgelegter Tariflohn. Die meisten Firmen sind Mitglied der Tarifgemeinschaft des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, zahlen aber oftmals deutlich über Tarif. In der Regel können Sie mit einem Stundenlohn von rund neun Euro aufwärts rechnen.
  • „Betreuung“: Zeitarbeitsfirmen achten darauf, dass nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Arbeitsbedingungen stimmen. Wenn Sie als Student für einige Tage in eine andere Stadt vermittelt werden, regelt das Unternehmen Ihre An- und Abreise sowie Ihre Unterbringung und Verpflegung. Sie können sicher sein, dass Sie bei einer Zeitarbeitsfirma als studentische Mitarbeiter keine kompetente Betreuung erhalten. Das Unternehmen weiß, dass es sich herumspricht, wenn Sie mit Ihrem Job nicht zufrieden sind.
  • Berufserfahrung sammeln: Durch Zeitarbeitsfirmen werden Ihnen auch Jobs in Branchen vermittelt, in denen Sie später einmal Ihre Karriere starten können. Statt sich mühsam von Praktikum zu Praktikum zu hangeln, können Sie bei fairer Bezahlung in Ihren späteren Beruf hineinschnuppern, wertvolle Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen. Schon während des Studiums sind Studenten mit Erfahrung gefragt und werden in der Regel auch besser bezahlt.
  • Fazit: Zeitarbeit hat für Sie als Arbeitskraft während Ihrer Ausbildung viele Vorteile. Sie werden sozialversicherungspflichtig beschäftigt, sind vor Dumping-Löhnen geschützt und finden faire Arbeitsbedingungen vor. Gleichzeitig können Sie Ihren Job so gestalten und anpassen, wie es Ihr Studium erfordert. Zudem sammeln Sie Erfahrungen und knüpfen Kontakte, die Ihrem späteren Karrierestart förderlich sein können. Daher ist es für viele eine willkommene Alternative zu Werkstudenten oder unterbezahlten Praktikastellen.