Der Studiengang Kunsttherapie soll im Wissen um die heilende Kraft des Malens und anderer Kunstformen Menschen in seelischer Not stabilisieren
Dieser Studiengang wird an verschiedenen Kunsthochschulen und Universitäten in Ergänzung des allgemeinen Kunststudium oder der Ausbildung zum Kunsterzieher geboten „Den“ Studiengang gibt es nicht, ebenso wenig eine staatliche festgelegte Studienordnung. Und einen Master oder Bachelor der Kunsttherapie wohl auch noch nicht.
Studiengang Kunsttherapie als Zusatzausbildung
Die Kunsttherapie ist immer eine Zusatzausbildung, der ein künstlerisches Grundstudium vorausgehen muss. Die Kunsttherapie geht davon aus, dass Malen, Bildhauern oder andere künstlerische Ausdrucksformen – auch Schreiben - Probleme im Unterbewusstsein heilen, zumindest bessern können. Kunsttherapie soll bei Angststörungen ebenso helfen wie etwa bei Eheproblemen, vor allem aber bei einer Vielzahl von Verhaltensstörungen. Es geht darum, dass der Kunsttherapeut dem Patienten mit der Anleitung zur Entfaltung seiner kreativen Kräfte hilft, mit den Problemen seines Unterbewusstseins zu Recht zu kommen. Große Bedeutung kommt der Kunsttherapie in der Rehabilitation zu. Der Studiengang Kunsttherapie muss also nicht nur die künstlerischen Fähigkeiten des angehenden Therapeuten entwickeln, sondern ihn vor allem pädagogisch und tiefenpsychologisch schulen. Auch von der Psychiatrie muss der Kunsttherapeut Grundbegriffe kennen. Als Vater dieser Wissenschaft gilt der Kunsttherapeut Werner Kraus.
Der Studiengang Kunsttherapie führt zur Anstellung an Fachkrankenhäusern
Im Normalfall wird der Studiengang Kunsttherapie zu einer Anstellung an Fachkrankenhäuser für Psychosomatik oder Psychiatrie führen. Dort arbeitet der Kunsttherapeut eng mit den Fachärzten zusammen und ergänzt deren Arbeit. Nur ausnahmsweise sind Kunsttherapeuten freiberuflich tätig. Dann stellt sich schnell die Frage, wer deren Arbeit bezahlt. Die Krankenkassen werden dies üblicherweise nicht tun. Kunst- oder Musiktherapie sind keine anerkannten Heilmethoden. Und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern. Dagegen öffnet die Altenpflege zunehmend Arbeitsfelder für den Kunsttherapeuten
Der Kunsttherapeut muss sich ständig weiterbilden
Es gibt eine Reihe von Verbänden und Arbeitskreisen, die sich mit der Arbeit von Kunsttherapeuten und deren Weiterbildung befassen. Näheres dazu findet sich im Internet. Grundsätzlich es ist mit dem Studiengang Kunsttherapie nicht getan. Lebenslange Weiterbildung ist unabdingbar. Auch in der Seniorenarbeit findet Kunsttherapie zunehmend Anwendung.