Studieren an der Fachhochschule

Neben der Wahl des richtigen Studienfachs ist vor allem die Entscheidung wichtig, ob an einer Universität oder Fachhochschule studiert werden soll.


Neben der schwerwiegenden Entscheidung, welche Studienrichtung und welches Studienfach studiert werden soll, stellt sich auch die Frage nach der Art der Hochschule. Mit dem Abitur in der Tasche kann entweder an einer Universität oder einer Fachhochschule studiert werden, die Fachhochschulreife berechtigt hingegen nur zum Studium an einer Fachhochschule, es sei denn, das Abitur wird nachgeholt.

Praxisorientiertes Studieren
Die Fachhochschule (FH) oder manchmal nur kurz Hochschule genannt, bildet ihre Studierenden wesentlich praxisorientierter aus, als es in den Universitäten der Fall ist. Dementsprechend beinhaltet das Studium an einer Fachhochschule in der Regel zwei Praxissemester. Bei dem Studium geht es vornehmlich um die Wissensvermittlung, weniger hingegen um Forschung. Viele Fachhochschulen sind jedoch bei der Wissensvermittlung bemüht einen Bezug zur Wirtschaft herzustellen; dies gilt besonders in Bereichen der Technologie. Viele der Lehrenden kommen daher auch nicht aus der Forschung sondern aus der Wirtschaft.

Voraussetzungen
Das Studium an einer FH setzt neben dem Abitur, beziehungsweise der Fachhochschulreife ein fachbezogenes Vorpraktikum voraus, welches jedoch auch innerhalb des ersten Semesters nachgeholt werden kann. Wer bereits ein einjähriges Praktikum oder eine fachspezifische Berufsausbildung vorzuweisen hat, kann sich diese in der Regel als Vorpraktikum anrechnen lassen. Das Studium beginnt normalerweise zum Wintersemester (September/Oktober), seltener hingegen zum Sommersemester (März).

Merkmale eines Studiums an der Fachhochschule
Das Studium an einer FH weist typische schulische Merkmale auf. So findet die Arbeit meist in kleineren Gruppen statt, was eine intensivere Betreuung der einzelnen Studenten ermöglicht. Auch Platzprobleme sind aus diesem Grund eher selten. Ganz im Gegenteil zur Universität besteht bei einem FH-Studium eine klare Struktur der Studieninhalte und ein klarer Zeitrahmen, in dem diese vermittelt werden. Die Prüfungsanzahl ist relativ hoch, allerdings fallen diesse im Allgemeinen jedoch kleiner als an den Universitäten aus. Da die Ausbildung sehr praxisnah und an der Wirtschaft orientiert ist, sind FH-Absolventen gern gesehene Mitarbeiter in Wirtschaftsunternehmen. Allerdings ist es mit einem solchen Abschluss schwieriger einen Beruf im Bereich der Forschung zu finden.