Studieren an der Universität

Wer sich für ein Studium an einer Universität entscheidet, für den ist ein hohes Maß an Selbstorganisation unerlässlich.


Universitäten sind wissenschaftliche Hochschulen, welche die verschiedenen Wissenschaften in ihrer Gesamtheit vertreten. Das bedeutet, dass sie einen umfassenden Fächerkanon anbieten, der unter anderem wirtschaftliche, juristische, medizinische, naturwissenschaftliche geisteswissenschaftliche, künstlerische, pädagogische oder soziale Studiengänge umfasst. Aufgrund des vielfältigen Angebots sind Universitäten meist sehr viel größer als Fachhochschulen. Nur Universitäten besitzen das Promotionsrecht, das heißt, ein Doktortitel kann nur dort erworben werden.

Voraussetzungen
Wer an einer Universität studieren möchte, der benötigt das Abitur oder die fachgebundene Hochschulreife. In Ausnahmefällen können auch Aufnahmeprüfungen für den Zugang an einer Universität berechtigen. Im Gegensatz zur Fachhochschule sind Vorpraktika nur bei wenigen Studiengängen erforderlich. Beim Studium an der Universität geht es vor allem um die Vermittlung übergeordneter und überfachlicher Kenntnisse sowie um das Lehren von Methoden, die ein selbstständiges Arbeiten ermöglichen. Aufgrund dessen erfordert der weitere Studienverlauf meist ein sehr hohes Maß an Selbstorganisation.

Merkmale eines Universitätsstudiums
Ein wesentliches Merkmal des Studiums an einer Universität ist, dass der Studierende sich eigenständig aus dem großen Angebot von Lehrveranstaltungen die für ihn relevanten Vorlesungen und Seminare heraussucht. Im Zeitalter von Bachelor und Master ist jedoch auch vieles mittlerweile im Zeitplan des Studierenden vorbestimmt. Die Vermittlung von Wissen findet in Vorlesungen und Seminaren statt, aber auch Tutorien und Übungen in kleineren Gruppen sind üblich, um das Wissen zu vertiefen. Selbstständiges Nacharbeiten des neuen Stoffs wird vorausgesetzt. Hausaufgaben kommen seltenerer vor, dafür bestimmen Referate und längere Hausarbeiten den Unialltag. Die Anzahl der Prüfungen ist wesentlich geringer als bei den Fachhochschulen, jedoch sind sie meist oft länger und schwerwiegender.

Eigenverantwortliches Studium
Generell ist ein Universitätsstudium eher theoretisch als praxisorientiert ausgerichtet. In vielen Studiengängen sind daher Praktika auch keine Pflicht. Wer jedoch seine späteren Berufsaussichten verbessern will, der sollte unbedingt ein bis zwei studienrelevante Praktika absolvieren, um später Erfahrungen aus der Arbeitswelt vorweisen zu können. Auch ein längerer Auslandsaufenthalt ist empfehlenswert, um nicht nur die eigenen Fremdsprachenkenntnisse aufzubessern, sondern um zu beweisen, dass man in der Lage ist sich schnell auch einer ungewohnten Situation anzupassen.