Studium abbrechen: Eine mutige Entscheidung

Wer irgendwann merkt, dass er mit seinem Studium einen falschen Weg eingeschlagen hat, steht vor einer schwierigen Entscheidung. Das Studium abbrechen oder unfreiwillig fortsetzen? Der Schritt zur Exmatrikulation erfordert eine Menge Mut.


Viele Studenten stellen zu Beginn, aber auch gegen Ende Ihres Studiums fest, dass ein Hochschulabschluss für sie nicht infrage kommt. Sei es durch den enormen Leistungsdruck oder mangelndes Interesse. Man schleppt sich von Semester zu Semester und Vorlesungen werden nur noch selten besucht. Am Ende lieber ein Studium abbrechen, als unglücklich weiterzumachen.

Die Gründe für den Frust suchen

  • Wenn Sie unzufrieden mit Ihrem Studium sind, finden Sie die Gründe heraus! Was genau stört Sie? Was müsste sich ändern? Vielleicht gibt es Wege, das Studium nicht abbrechen zu müssen.
  • Besprechen Sie Ihre Situation am besten mit einer Person Ihres Vertrauens. Reden reinigt die Seele! Auch das Studentenwerk bietet eine kostenlose psychologische Beratung bei diesen Problemen an.

Ein Studium abbrechen: kein Weltuntergang

  • Falls Sie dennoch das Studium abbrechen wollen, vergeuden Sie nicht wertvolle Lebenszeit. Reichen Sie Ihre Exmatrikulation ein und verarbeiten Sie Ihre Entscheidung in aller Ruhe!
  • Abbrechen zu wollen, ist eine Entscheidung, die Respekt verdient! Obwohl es oft als Katastrophe angesehen wird: Lassen Sie sich nicht von Ihrem Entschluss abbringen. Niemand kann verlangen, dass Sie Ihre Berufung gleich beim ersten Versuch finden.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Egal, was die Anderen sagen, konzentrieren Sie sich auf Ihre Bedürfnisse. Ein abgebrochenes Studium ist kein Versagen, sondern vielmehr ein Ausdruck Ihres Interesses, sich selbst auszuprobieren.

Alternativen zum Studium finden

  • Überlegen Sie sich mögliche Alternativen zu einem Studium! Sprechen Sie dafür am besten mit einem Mitarbeiter der Studentenberatung. Mit diesem können Sie auch die momentanen Probleme im Studium besprechen.
  • Für eine Ausbildung etwa ist es nie zu spät. Viele Berufsabschlüsse können über eine schulische Ausbildung erlangt werden. Auch sehen es immer mehr Betriebe gerne, wenn Ihre Auszubildenden bereits etwas Lebenserfahrung mitbringen.

Auf einen Abschluss sollten Sie nicht verzichten

  • In jedem Fall ist es wichtig, nicht gänzlich auf eine berufliche Ausbildung zu verzichten, auch dann nicht, wenn man das Studium abbrechen möchte. Wer nicht das Glück hat, als Quereinsteiger einen Job zu finden, dem bleibt am Ende nur eine schlecht bezahlte Hilfstätigkeit.
  • Eine Anlaufstelle, um sich über Alternativen zu informieren, ist die Arbeitsagentur. Die dort tätigen Berufsberater können nicht nur Ihre Berufsaussichten erläutern, sondern auch Auskunft über mögliche Berufe geben. Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.arbeitsagentur.de.