Sturmfrei - eine Filmkritik

Die österreichische Teeniekomödie „Sturmfrei“ hat alles, was das (Teenie-)Herz begehrt und ist somit ein lustiges Filmvergnügen für junge Leute.


Ein verliebter Junge, dazu Eltern, die für längere Zeit außer Haus sind und die perfekte Gelegenheit für ein Rendezvous mit der Traumfrau ergeben zusammengemischt guten Stoff für einen Film. In „Sturmfrei“ ergreift der 19-jährige Niko die Chance die schöne Angelina zu sich nach Hause einzuladen. Doch wer jetzt denkt, dass der Abend in trauter Zweisamkeit vonstattengeht, der hat er sich aber gründlich geirrt.

 

Wenn doch nur der beste Freund nicht wäre

Angelina nimmt Nikos Einladung an, doch wie es sich für junge Mädchen gehört, hat sie selbstverständlich ihre beste Freundin Sophie im Schlepptau.
Doch damit nicht genug, denn Nikos bester Freund Luke erfährt von der sturmfreien Bude und lädt kurzer Hand die gesamte Nachbarschaft zum Feiern ein. Niko weiß leider nicht mehr, wo ihm der Kopf steht und als ein anderer Junge seine Traumfrau anbaggert, steht ihm plötzlich Sophie zur Seite. Die anfangs eher unscheinbare beste Freundin von Angelina entpuppt sich als sehr tiefgründig und nun ist Niko sich gar nicht mehr so sicher für wen sein Herz wirklich schlägt. Zum Höhepunkt, als die wildgewordene Horde im Garten feiert und sogar noch eine Band die Bühne rockt, platzen auf einmal die Eltern rein – wenn das nicht mal Ärger gibt!

Unterhaltsam und aus dem Leben gegriffen

Abgesehen von einigen übertriebenen Handlungen kommt „Sturmfrei“recht realitätsnah herüber. Junge Leute, die die Abwesenheit der Eltern ausnutzen um eine Party zu schmeißen, ist zwar keine neue Idee, gibt jedoch immer wieder Grund für einen gelungenen Teeniefilm. Die Schauspieler sind hierzulande relativ unbekannt, was nicht minder daran liegt, dass es sich bei diesem Film um eine österreichische Produktion handelt. Die Story hat sich der Österreicher Nikolai Selikovsky ausgedacht, der auch Regie führt, und wurde durch ein Erlebnis aus seiner Jugend dazu inspiriert. Somit trägt die Hauptfigur seinen Namen und stellt ihn dar.
Die Dialoge sind größtenteils witzig, doch derbere Sprüche können lediglich zur Unterhaltung der Jugend dienen. Erwachsene, die „Sturmfrei“ schauen möchten, werden sich im Nachhinein dann lieber zweimal überlegen, ob sie in Zukunft ihre Teenager alleine zu Hause lassen.