Subarachnoidalblutung

Eine Sonderform des Schlaganfalls ist die sogenannte Subarachnoidalblutung. Die Mehrzahl aller SABs wird durch ein ererbtes Aneurysma verursacht.


Bei dieser Sonderform vom Schlaganfall ist der Raum, der das Hirn umgibt, von einer Einblutung betroffen. Dieser sogenannte Subarachnoidalraum, ein Teil der weichen Hirnhaut, liegt um das Gehirn herum und puffert dieses gegenüber dem Schädelknochen und äußeren Einflüssen wie beispielsweise Stößen ab. Er enthält die Hirnflüssigkeit und viele Blutgefäße. Wenn nun Blut in diesen Raum eintritt, drückt dieses von außen auf das Gehirn. Dadurch werden die Hirnblutgefäße und Hirnhäute gereizt. In das Gehirn selbst dringt dabei jedoch, im Gegensatz zum hämorrhagischen Schlaganfall, kein Blut ein. Das ausgetretene Blut hat eine Anstauung der Hirnflüssigkeit und so die Erhöhung des Hirndruckes zur Folge.

Auftreten
Die Subarachnoidalblutung ist für 5 bis 10 Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich. Fast jeder Zweite stirbt innerhalb eines Monats daran. Von den Überlebenden ist ein Großteil in der Folge schwer behindert. Die Hauptrisikogruppe bewegt sich in einem Altersspektrum zwischen 40 und 60. Besonders häufig trifft diese Form des Schlaganfalls aber auch noch jüngere Menschen.

Ursachen
Mit 80 Prozent aller Fälle häufigste Ursache für die Einblutung in diesen Raum ist ein Aneurysma. Unter diesem Begriff versteht man die sackförmige Ausbuchtung einer Arterie. Diese ist in der Regel auf Veranlagung zurückzuführen. Dabei weisen die Blutgefäße nicht dieselbe Festigkeit auf wie normale Gefäße. Platzen diese, dringt Blut zwischen die Gehirnoberfläche, die weiche Hirnhaut und oft auch in das Hirngewebe ein. Neben der Vererbung, können Gefäßdefekte auch durch eine Erhöhung des Kopfinnendrucks ausgelöst werden. Romantische Begegnungen mit dem Partner, das Heben schwerer Gegenstände, allgemein also starkes Drücken oder Pressen wirken hierbei unterstützend.

Andere mögliche Ursachen für die Subarachnoidalblutung können ein plötzlicher Blutdruckanstieg, Schädel-Hirn-Verletzungen, Sinusvenenthrombosen, Gefäßentzündungen und Gerinnungsstörungen sein.
Risikofaktoren

Auch wenn die Mehrzahl aller SABs durch ererbte Aneurysmen verursacht werden, gibt es eine Reihe weiterer Risikofaktoren. Dazu gehören Bluthochdruck, Alkoholmissbrauch und bestimmte Drogen wie Kokain, Heroin und Amphetamine. Auch Rauchen kann in Verbindung mit einem zu hohen Cholesterinwert das Risiko verstärken. Gemeinsamer Nenner dieser Faktoren ist, dass sie die Brüchigkeit von Blutgefäßen erhöhen und so Aneurysmen schneller reißen lassen.