Suchterkrankungen - Alleine nicht zu bewältigen

Es gibt viele verschiedene Arten von Suchterkrankungen. Allen gemein ist die Abhängigkeit nach einem bestimmten Stoff oder einer speziellen Aktivität.


Die psychische und auch körperliche Sucht löst eine Wahrnehmungsstörung aus und bestimmt den Gedanken, ohne das Suchtmittel nicht mehr leben zu können. Ein häufiges Suchtmittel sind pflanzlichen oder chemische Drogen. Doch auch sportliche Betätigung, Nahrungsmittelaufnahme, Essstörungen oder moderne Kommunikations-gegenstände können eine Sucht auslösen. 

Über 100 süchtigmachende Substanzen bekannt
Die körperliche Abhängigkeit bei Substanzkonsum ist vor allem durch die Entzugserscheinungen geprägt. Das starke Verlangen nach der Einnahme des Suchtmittels wird dennoch von der psychischen Abhängigkeit hervorgerufen. Das Betäubungsmittelgesetz listet über 100 Stoffe, die zur Abhängigkeit und Gesundheitsschäden führen. Diese illegalen Drogen sind in der Herstellung, dem Besitz und dem Gebrauch sowie dem Verkauf verboten. Trotzdem befinden sich darunter häufig konsumierte Suchtmittel, deren Beschaffung kaum schwerer ist, als im Supermarkt Brot zu kaufen.
Suchtmittel können äußerst vielfältig sein. Neben den klassischen verbotenen Drogen wie Kokain, Cannabis oder Ecstasy sind die legalen Drogen Alkohol und Nikotin die am häufigsten genutzten Suchtmittel. Doch auch Sport oder moderne Kommunikationsmittel wie SMS oder das Internet können zu Suchterkrankungen führen.

Alkoholismus verbreitetes Problem
Überall und bei jeder Gelegenheit wird Alkohol getrunken. Die heitere Stimmung ist erwünscht, Volltrunkenheit wird von den meisten Menschen jedoch abgelehnt. Im Jahr 2001 lag der Verbrauch von reinem Alkohol bei 10,5 Liter pro Person. Dies entspricht ca. 123,1 Litern Bier, 19,7 Litern Wein, 4,2 Litern Sekt und 5,8 Litern Spirituosen pro Einwohner. Alkoholabhängigkeit, Alkoholsucht oder Alkoholismus ist eine Suchterkrankung, bei der der Mensch nicht mehr in der Lage ist, auf Alkohol zu verzichten. „Spiegeltrinker“ brauchen ihre tägliche Menge Alkohol, um sich wohl zu fühlen. „Quartalstrinker“ verzichten zeitweise auf die Droge, stürzen jedoch regelmäßig in einen gefährlichen Vollrausch ab.

Alkoholverzicht führt zu Entzugserscheinungen
Der Verzicht auf Alkohol führt bei Abhängigen zu seelischen und körperlichen Entzugserscheinungen. Schlafstörungen, Gereiztheit, Depressionen sind daher keine Seltenheit. Auch das für einen Alkoholiker typische Zittern kann dazu gehören. In schweren Fällen können Halluzinationen, Sinnestäuschungen und Wahnvorstellungen auftreten. Alkoholismus ist daher alseine von vielen Suchterkrankungen anerkannt und kann erfolgreich behandelt werden.