Suchtprävention - Handeln bevor es zu spät ist

Suchtprävention ist gerade bei Kindern und Jugendlichen wichtig. Hilfreich erklärt, was Sie als Eltern dabei tun können.


In Deutschland sterben jährlich etwa 110.000 Menschen an den gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums, sowie 40.000 Deutsche an den Folgen eines übermäßigen Alkoholkonsums, weitere 1.300 Todesfälle werden jedes Jahr in Folge von illegalem Drogenmissbrauch verzeichnet. Es ist an der Zeit etwas gegen die Zahlen suchtkranker und abhängiger Menschen zu tun. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sieht die zentralen Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Suchtprävention in der Früherkennung und Intervention bei auffälligem, Konsumverhalten von Seiten des Umfelds, sowie den Einstieg in den Konsum legaler und illegaler Drogen zu verzögern oder ganz zu vermeiden.

Was können Eltern tun?
Die Familie ist der wohl wichtigste Ort um Prävention zu betreiben. Die Erfahrungen, die wir in frühester Kindheit und Jugendzeit machen, prägen uns für das gesamte, restliche Leben. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, in welcher Art und Weise Eltern mit ihren Kindern und auch untereinander umgehen. Kinder sollten sich zu Hause geborgen, geliebt und ernst genommen fühlen, denn dies ist die Grundlage für eine feste und starke Persönlichkeit. Kinder mit einem herzlichen familiären Hintergrund werden später gewissenhafter mit Alkohol umgehen und sind weniger gefährdet suchtkrank zu werden.

Kinder bis 13 Jahren
Wenn Ihr Kind in dem Alter ist, in dem Alkohol oder Zigaretten noch keine große Rolle spielen, sollten Sie als gutes Vorbild fungieren. Versuchen Sie Zigaretten und Alkohol nicht direkt vor Ihrem Kind zu konsumieren und beschränken Sie den Zeitpunkt des Konsum auf bestimmte Anlässe (Geburtstagsfeier) und Zeiten (nach 20 Uhr). Achten Sie vor allem darauf, dass Ihr Kind keinen direkten Zugang zu Alkohol und anderen Drogen hat und dulden sie grundsätzlich keinen Alkohol bei Kindern, auch nicht das Probieren am Glas.

Kinder zwischen 13 und 15
Im Alter zwischen 13 und 15 Jahren machen viele Jugendliche ihre ersten Erfahrungen mit Drogen. Sie befinden sich in einer labilen Phase, haben tausend Fragen und möchte von der Clique anerkannt werden und cool wirken. In dieser Zeit ist es wichtig, dass Sie für Ihr Kind da sind, ohne es jedoch zu bedrängen. Zeigen Sie Interesse am Leben des Kindes und versuchen Sie gemeinsame Zeit zu verbringen. Auch jetzt noch sind Sie für Ihr Kind ein Vorbild, also leben Sie Ihrem Kind genau das vor, was Sie auch selbst von ihm erwarten. Setzen Sie klare Grenzen und Verbote, was den Konsum von Alkohol und Drogen angeht.

Kinder zwischen 16 und 18
Wenn Ihr Kind 16 wird, hat es offiziell die Möglichkeit sich Alkohol zu kaufen und zu konsumieren. Ein Verbot für Alkohol können Sie trotz allem für ihre eignen vier Wände aussprechen, jedoch wird ihr Kind wohl über übel über die Freunde mit Alkohol und Drogen in Kontakt kommen. Sprechen Sie mit ihrem Kind, machen Sie ihm jedoch keine Vorhaltungen, sondern erklären Sie deutlich, welche Konsequenzen der Alkoholkonsum in jungen Jahren haben kann und welche Sorgen Sie sich machen.