Süßstoffe: Wie ungesund ist der Konsum?

Wie gesundheitsschädigend künstliche Süßstoffe wirklich sind, wurde in verschiedenen Studien unterschiedlich bewertet.


Süßstoffe haben ihren festen Platz in unserer täglichen Ernährung erobert. Sind sie nun gesund oder ungesund? Zahlreiche Studien belegen die unterschiedlichsten Auswirkungen von künstlichem Süßstoff. Ernährungsexperten raten jedenfalls davon ab, große Mengen künstlicher Süße zu sich zu nehmen.

Künstliche Süße im Visier der Wissenschaft
Süßstoffe sind heute kaum mehr wegzudenken. Viele verwenden den Zuckerersatz, um Kalorien zu sparen. Über eine mögliche gesundheitsschädigende Wirkung streitet sich die Wissenschaft seit langem. Einen Zusammenhang von Zuckerersatz und Heißhunger hat die Wissenschaft jedenfalls bereits bestätigt. In einer Studie haben Testpersonen ausgesagt, dass sie nach dem Verzehr von künstlichem Süßstoff verstärkt Hungergefühl bemerkt hätten. Das bestätigt die Ansicht, dass der Zuckerersatz mitverantwortlich für Übergewicht ist. Andere wiederum sehen alles weniger dramatisch.

Fakt ist trotzdem, dass Aspartam und Saccharin, die beiden gängigsten Süßstoffe, ausschließlich künstlich hergestellt werden. Manche Wissenschaftler behaupten, dass diese Stoffe der Gesundheit massiv schaden. Andere wiederum bleiben vollkommen gelassen. Laut einer Studie der Europäischen Lebensmittelbehörde soll Aspartam in verzehrsüblichen Mengen unschädlich sein. Das gilt auch für andere gängige Stoffe, wie Cyclamat und Saccharin. Was jedoch verkehrsübliche Mengen sind, kann man als Konsument nirgends finden. Schwer durchschaubar für den Konsumenten ist, dass auf den Verpackungen die Dosis des enthaltenen Süßstoffes nicht deklariert werden muss, sondern nur die Bezeichnung.

Der Zuckerersatz in der Lebensmittelindustrie
Saccharin und Co. haben längst schon unsere Lebensmittel erobert. Figurbewusste greifen lieber zum Zuckerersatz als zum herkömmlichen Zucker. Nur weil etwas zuckerfrei oder light heißt, bedeutet das nämlich trotzdem noch nicht, dass es auch kalorienfrei sein muss. Besonders populär sind die viel gepriesenen Diätprodukte, die mit mit künstlichem Süßstoff als Alternative zu Zucker locken.

Der Zuckerersatz versteckt sich aber auch dort, wo man es oft nicht vermutet. Als Ersatzmittel für Zucker ist die künstliche Süße vielfach auch in industriell gefertigten Lebensmitteln, wie Limonaden, Desserts und Süßigkeiten zu finden. Wer Lightprodukte und zuckerfreie Limonaden nicht im Übermaß konsumiert, braucht sich laut Ernährungsexperten dennoch keine Sorgen zu machen.

Was sind also übliche und unbedenkliche Mengen? Die Wissenschaft streitet sich weiter. Die Dosis macht auch hier das Gift. Glaubt man den Ernährungsexperten, gibt es keinen Grund zur übertriebenen Sorge, solange man sich ausgewogen ernährt und nicht im Übermaß mit künstlichen Süßstoffen versorgt. Der Konsument tut sich weiterhin schwer. Dennoch sind und bleiben Süßstoffe weiterhin eine Alternative zum herkömmlichen Zucker.